Trockenpflaumen sind gute Radikalen-Fänger
US-Wissenschaftler entwickeln eine neue Methode zur Bestimmung der antioxidativen Wirkung von Lebensmitteln.
Boston. 22. März. Trockenpflaumen sind eine gute Waffe gegen freie Radikale. Sie haben eine ungleich höhere Fähigkeit, die schädlichen Wirkungen dieser Stoffe unschädlich zu machen, als andere Lebensmittel. Zu diesem Schluß kommt eine Studie der Tufts University in Boston.
Freie Radikale sind hochaggressive Zerfallsprodukte biochemischer Reaktionen und entstehen im Blut und in den Zellen. Eine höhere Belastung durch diese Stoffe bewirken zum Beispiel Umweltgifte wie Zigarettenrauch und Abgase. Die freien Radikale sind für den Alterungsprozeß des Menschen mitverantwortlich, da sie die Zellen angreifen (durch Oxidation) und Vitamine im Körper zerstören.
Obst und Gemüse als Abwehrwaffe
Darüber hinaus stehen sie im Zusammenhang mit Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson sowie Krebs. Grundsätzlich empfehlen Ernährungswissenschaftler, mehr Obst und Gemüse zu essen, um diesen Gefahren entgegenzuwirken. Bei Männern und Frauen, die doppelt soviel Obst und Gemüse verzehrten wie die Normalbevölkerung, stellten die Bostoner Forscher einen Anstieg der antioxidativen Kraft des Blutes um 13 bis 15 Prozent fest
Basis der Studie war eine neu entwickelte Methode namens ORAC zur Analyse des Gehaltes an Antioxidantien in Lebensmitteln. ORAC steht für Oxygen Radical Absorbance Capacity und gibt den Grad der Wirkung gegen Freie Radikale an. Dabei stellte sich heraus, daß Trockenpflaumen mit einem ORAC von 5770 ganz oben auf der Liste der antioxidativen Lebensmittel stehen, gefolgt von Rosinen mit 2830.
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