"Pu-Erh-Tee kein Wundermittel"
Nach den Verbraucherzentralen kritisiert auch der Teeverband übertriebene Erwartungen an die chinesische Spezialität.
Hamburg, 6. April. "Pu-Erh-Tee ist ein traditionelles Lebensmittel, aber kein Wunder- oder Heilmittel." Mit dieser Feststellung reagiert der Deutsche Teeverband e.V. auf PR-Artikel, in denen der "rote Tee" als Wunderwaffe zum Abnehmen angepriesen wird.
Die chinesiche Spezialität werde ebenso wie schwarzer und grüner Tee vom Teestrauch mit der botanischen Bezeichnung "Camellia sinensis" gewonnen, teilt der Verband mit. Das Getränk stamme ursprünglich aus der chinesischen Provinz Yunnan und sei nach der dortigen Stadt Pu'Er benannt.
Spezielle Fermentation
Das Besondere am "roten Tee" ist ein spezielles Fermentationsverfahren, das dem Tee eine relativ dunkle Farbe und einen speziellen Geschmack verleiht.
"Pu-Erh-Tee weist ein Spektrum an Inhaltsstoffen auf, das dem von Grün- und Schwarztee weitgehend entspricht", schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Er könne damit ebenso wie diese zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen. Ihn dagegen als Wundermittel anzupreisen, sei "unseriös und irreführend".
Drastischere Formulierungen wählt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrer Presseinformation. "Bei einem Preis bis zu 40 Mark für 100 Gramm Tee nutzt das chinesische Gebräu nur abgebrühten Händlern". Zur Zeit seien höchst unterschiedliche Qualitäten auf dem Markt, teilweise mit falschen Angaben.
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