Aktuelle Meldungen vom 22.11.1999
Zentimetermaß im Kampf gegen Speck
Stoffwechsel-Experte empfiehlt Messen
Das Motto «Maß halten» im Kampf gegen überflüssige Pfunde hat ab sofort einen doppelten Sinn: Das Zentimetermaß als «Waffe» im Kampf gegen den Speck empfiehlt der Bremer Stoffwechsel-Experte Gerald Klose. Das gesundheitliche Risiko durch einen stattlichen männlichen «Bierbauch» beginne bei einem Umfang von 94 Zentimetern ständig zu steigen, sagte der Arzt auf dem Medizinerkongress der Düsseldorfer Medica. «Wirklich riskant» werde es dann mit einem Bauchumfang von 102 Zentimetern.
Dieses gefährliche Bauchfett werde aber nach neuesten Untersuchungen beim Abnehmen besonders schnell «mobilisiert», sagte Klose. Wer sein Gewicht um zehn Prozent reduziere, kann nach jüngsten computertomographischen Messungen in der Bauchregion bis zu 30 Prozent abnehmen. Wer kein Bandmaß zur Hand hat kann auch einen Faden um den Bauch legen und anschließend auf einen Zollstock legen.
Verglichen mit der Fettverteilung rings um die männliche Gürtellinie
seien die Fettpolster auf Hüfte und Oberschenkel als
typisch weiblicher «Schwachpunkt» gesundheitlich eher harmlos,
sagte der Mediziner. Trotz neuer Medikamente ist nach Kloses Worten die
Basis aller Abspeckversuche «nach wie vor die Ernährungsumstellung».
Leibesfülle mache anfällig für Diabetes, bestimmte Krebsarten
und Herzinfarkt.
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