Bio-Milch für Schüler
In Nordhessen und Ostwestfalen wird an 15 Schulen Bio-Milch eingeführt. Weitere 120 haben Interesse bekundet.
Willingen/Arolsen, 27. April. Früher gehörte sie zum Schulalltag, doch heute ist die Pausenmilch fast ein Fremdwort geworden. Nur 21 Prozent der Schulen, berichtet die Frankfurter Rundschau, haben sie noch.Doch in Nordhessen und Ostwestfalen kehrt jetzt nicht nur der Milchverkauf zurück, sondern die Schüler bekommen sogar Bio-Milch. Initiator des Ganzen ist Bio-Bauer Josef Jacobi, die Milch kommt von der Upländer Bauernmolkerei in Willingen-Usseln.
Für die Biomilch-Lieferung hat die Molkerei, die inzwischen die Milch von 66 Bauern verarbeitet, zusammen mit Rewe eine neue Logistik aufgebaut: Usseln liefert (zusammen mit den sonstigen Produkten der Molkerei) die 0,2-Liter-Becher mit Milch, Kakao oder Vanillemilch zweimal wöchentlich zum Rewe-Umschlagplatz nach Kassel, von wo aus täglich die "Nahkauf"-Händler beliefert werden. Diese wiederum geben die Becher in Kühlboxen bei den Schulen ab. Die kostenintensive Direktbelieferung der Schulen durch die Molkereien wurde somit durch ein System abgelöst, das ohnehin besteht. Doppelte Transporte werden so vermieden.
Zum Ende des Jahres plant die Bio-Molkerei schon eine weitere Aktion: Sie will ein "Aktiv-Milch-Museum" in Usseln eröffnen, das sich nicht nur an Touristen, sondern auch an die Schulen richtet: Dort können Schüler dann im Anschauungsunterricht selbst Joghurt herstellen.
Weitere Infos: http://www.fr-aktuell.de
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