1. Süßstoffe sind kalorienarm und daher zum Abnehmen geeignet.
Stimmt oder stimmt nicht?
Da Süßstoffe kalorienarm sind, nimmt man durch sie nicht zu. Das stimmt. Daß sie zum Abnehmen geeignet sind, kann man damit jedoch nicht begründen. Im Gegenteil: Süßstoffe wirken appetitsteigernd und führen somit zu einer verstärkten Nahrungsaufnahme. Ihre appetitsteigernde Wirkung ist so gut, daß sie deswegen sogar in der Tierernährung als Masthilfsmittel eingesetzt werden. Der Mechanismus ist ganz einfach: Der süße Geschmack suggeriert dem Körper, daß er Zucker erhält. Deshalb wird vom Körper Insulin bereitgestellt, das den erwarteten Zucker abbauen soll. Da kein Zucker kommt, wird ein Teil des stets im Blut vorhandenen Zuckers verwertet, wodurch der Blutzuckerspiegel absinkt. Die Folge davon ist Hunger auf Süßes, da der Körper den Blutzuckerspiegel konstant halten muß. Im Endeffekt verstärken Süßstoffe somit das Verlangen nach zuckerhaltigen Lebensmitteln.
2. Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und naturidentischen Aromen?
Natürliche Aromen werden aus natürlichen Produkten gewonnen. Das heißt jedoch nicht unbedingt, daß Erdbeeraroma aus Erdbeeren hergestellt wird. Erdbeeraroma wird beispielsweise aus Sägespänen australischer Bäume gewonnen, die zweifellos "natürlich" sind.
Naturidentische Aromen werden synthetisch hergestellt. Ihre chemische Formel entspricht einer in der Natur vorkommenden chemischen Formel. Dadurch sind sie mit der Natur "identisch".
Neben diesen Aromen gibt es noch die chemischen Aromen, die mit der Natur nicht mehr das geringste gemeinsam haben.
3. Die Zutaten eines Fertigproduktes sind alle im Zutatenverzeichnis angegeben.
Stimmt oder stimmt nicht?
Stimmt leider nicht. Nach der Kennzeichnungsverordnung ist eine Deklaration der Zusammensetzung von Zutaten nicht notwendig, wenn die zusammengesetzte Zutat weniger als 25 Prozent des Enderzeugnisses beträgt. Es ist demnach zum Beispiel nicht notwendig anzugeben, ob die Nudeln in einer Fertigsuppe Eier enthalten oder nicht.Zusatzstoffe müssen nach der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung nicht angegeben werden, wenn sie nur einer Zutat eines Lebensmittels zugesetzt sind und im Endprodukt keine technologische Wirkung mehr ausüben. So ist es nicht nötig, das Beta-Carotin in der Butter anzugeben, wenn die Butter in einem Schokoladenkuchen verwendet wurde, da das Beta-Carotin seine Wirkung (gelbe Farbe) im Schokoladenkuchen nicht mehr ausübt.
4. Welches der folgenden Lebensmittel enthält am meisten und welches am wenigsten Calcium (bei jeweils 100 g): Milch, Broccoli, Schnittkäse, Grünkohl, Möhren?
Am meisten Calcium enthält Schnittkäse. Je nach Sorte liefern 100 g Schnittkäse etwa 800 mg (Edamer) bis knapp1300 mg (Parmesan). Danach folgt der Grünkohl mit 210 mg Calcium. Die Milch enthält dagegen 120 mg Calcium, dicht gefolgt von Broccoli mit 105 mg Calcium. Möhren enthalten hingegen nur 40 mg Calcium.
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