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Naturkost von A bis Z

Hätten Sie's gewusst?


1. Buchweizen ist eine Weizenart - richtig oder falsch?

Falsch. Buchweizen ist kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs wie Sauerampfer und Rhabarber. Obwohl seine Früchte zu Mehl oder Grütze verarbeitet werden, hat er mit den Getreidesorten, die der Familie der Gräser angehören, botanisch gesehen, nichts zu tun.

2. "Nach dem Genuss von Obst soll man kein Wasser trinken" - stimmt oder stimmt nicht?

Heutzutage stimmt dieser Satz nicht mehr. Wasser als solches ist mit Obst gut verträglich. (Obst besteht schließlich zum größten Teil aus Wasser.) Früher hatte der Ratschlag aber durchaus Sinn, denn das Trinkwasser enthielt häufig alle möglichen Keime, die das Obst im Magen zum Gären brachten und dadurch zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führten. Bei unserem heutigen weitgehend keimfreien Trinkwasser ist das so gut wie ausgeschlossen.

3. Welches der folgenden Lebensmittel enthält am meisten Vitamin A?
Karotten, Schweineleber, Feldsalat, Ziegenkäse oder Mais?

Am meisten Vitamin A ist in der Schweineleber enthalten. Das Vitamin kommt nur in tierischen Produkten vor. In größter Konzentration ist es in Leber und Fischleberölen enthalten. 100 g Schweineleber liefern circa 40 mg Vitamin A, 100 g Ziegenkäse nur 0,25 mg.

Im tierischen Organismus wird Vitamin A aus Carotinoiden (pflanzlichen Farbstoffen) gebildet. Diese werden deshalb als Provitamin A bezeichnet. Auch der Mensch ist in der Lage aus Carotinoiden Vitamin A zu bilden. Carotinoide sind vor allem in roten Gemüsesorten wie Karotten (12 mg pro 100 g) und in grünem Blattgemüse enthalten. 100 g Feldsalat liefern beispielsweise 3,9 mg Carotin 100 g Mais 0,37 mg Carotin.

4. Von Vitaminen und Mineralstoffen kann man nie zu viel zu sich nehmen - richtig oder falsch?

Falsch. Auch für Vitamine und Mineralstoffe gilt die alte Weisheit des Paracelsus, nach der alle Stoffe ab einer gewissen Dosis giftig sind. Offiziell festgelegte Höchstmengen-Empfehlungen für einzelne Vitamine und Mineralstoffe gibt es jedoch noch nicht.*.

Eine permanente Überdosierung kann aber genauso zu Gesundheitsschäden führen wie ein Mangel. Ein Zu viel an Vitamin A kann beispielsweise Missbildungen beim ungeborenen Kind erzeugen, ein Zu viel an Eisen kann Infektionskrankheiten begünstigen und zu viel Vitamin B6 kann zu Nervenschädigungen führen.

Um wirklich Schäden zu verursachen, müssen jedoch meist extrem hohe Dosen aufgenommen werden. Durch eine normale und ausgewogene Ernährung kann es nicht zu einer Überversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Einzige Ausnahme: der häufige Genuss von Leber kann zu einer überhöhten Zufuhr von Vitamin A führen.

Durchaus möglich sind Überdosierungen bei einer unkontrollierten Aufnahme von Vitamin- bzw. Mineralstoffpräparaten nach dem Motto "viel hilft viel". Bei der Einnahmen solcher Nahrungsergänzungsmittel sollten immer die Empfehlungen zur täglichen Vitamin- und Mineralstoffzufuhr beachtet und mit den Angaben zu den Inhaltsstoffen auf den Etiketten der Nahrungsergänzungsmittel verglichen werden.

*Zur Zeit erarbeiten verschiedene Wissenschaftler Empfehlungen zu Höchstmengen für die tägliche Zufuhr einzelner Vitamine und Mineralstoffe.

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