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Die winterliche Festtagsküche

Hausmittel gegen winterliche Beschwerden

In der kalten Jahreszeit ist es schnell passiert: nasse Füße und Zugluft reichen oft schon aus und die Erkältung ist da. Früher oder später erwischt es jeden einmal. Der Hals kratz, die Nase läuft und starker Husten schüttelt einen.

Doch die Natur hält für alle Fälle Hilfsmittel bereit. Denn "Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen". Bei Erkältungen & Co helfen viele natürliche, alte Hausmittel, wie Kräuter-Tees, -Tropfen und -Tinkturen uvam. sehr gut.

Manches Hausmittel ist besser, schneller und vor allem schonender für den menschlichen Körper als die "chemische Keule" der Pharmaindustrie.

Vorbeugende Maßnahmen
zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte

Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten kann man als natürliche Maßnahmen sehr viele alte Hausmittel anwenden. Die benötigten Zutaten gibt es in Apotheken und Reformhäusern.

Aufsteigendes heißes Fußbad
Erste Sofortmaßnahme für völlig Ausgekühlte und Durchgefrorene.

Es bewirkt, daß der ganze Körper wieder mit Wärme aufgeladen und besser durchblutet wird.
Füllen Sie einen Eimer wadenhoch mit warmem Wasser, in einer Ihnen angenehmen Temperatur. Füße und Unterschenkel hineinstellen. Immer wieder heißes Wasser zu gießen. Ca. 15-20 Minuten sollte diese Anwendung dauern, damit der Körper wieder warm wird. Danach in eine Decke einrollen und ruhen.
Achtung! Bei Venenleiden keine warmen Fußbäder machen.

Wechselduschen
Sie härten den Körper ab und stärken seine Widerstandskraft.

Zuerst kalt abduschen. Bei den Füßen beginnen: Fußunterseite, Beininnenseite nach oben, dann an der Außenseite nach unten. 2-3 mal. Anderes Bein. Dann die Arme: Handinnenfläche. Arminnenseite nach oben, an der Außenseite nach unten. 2-3 mal. Anderer Arm. Dann erst den restlichen Körper.
Dann den ganzen Körper kurz heiß abduschen. Vorgang wiederholen. Mit einer kalten Dusche abschließen.

Lindenblütentee
Besonders zu empfehlen in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr.

Einen Teelöffel getrocknete Lindenblüten mit einen Viertel Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.
Tee abseihen und mit einem Teelöffel Salbei- oder Lavendelhonig (auch besonders gut bei Erkältungen) süßen.

Spitzwegerich-Süßholzwurzeltee
Besonders geeignet für allgemeine Schwächezustände von Kindern.

Je 20g Spitzwegerichblätter mit Stiefmütterchen- und Malvenblüten sowie Hirtentäschelkraut mischen. 50g Süßholzwurzeln hinzufügen. Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel der Kräutermischung mit kochendem Wasser überbrüht. Nach zehn Minuten abseihen. Davon drei Tassen am Tag trinken.

Erkältungen:

Wenn es trotzdem passiert ist...
Grippale Effekte, wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, werden von Ärzten immer noch gerne mit Antibiotika zu bekämpfen versucht. Dabei helfen alte Hausmittel viel schneller und vor allen Dingen ohne unerwünschte Nebenwirkungen.
Achtung! Wenn der Gesundheitszustand nach Behandlung mit Hausmitteln nicht in wenigen Tagen besser wird oder Symptome wie starke Schmerzen, extreme Kurzatmigkeit oder eitrige Pusteln im Rachen hinzukommen, dann sollten Sie Ihren Arzt oder Therapeuten aufsuchen. Gleiches gilt auch bei hohem Fieber (39°C) oder mehrere Tage anhaltendem niedrigeren Fieber.

Husten

Thymian-Salbeitee
Hustenlindern und schweißtreibend.

Je eine Handvoll Thymian- und Eukalyptusblätter mit der halben Menge Salbei- und Holunderblüten mischen. Für eine Tasse Tee wird ein Eßlöffel der Kräutermischung mit kochendem Wasser überbrüht. Nach zehn Minuten abseihen. Sechsmal täglich eine Tasse trinken.

Veilchen-Efeu-Tinktur
Hilft auch bei starkem Husten.

Eine Handvoll Veilchenwurzeln und die doppelte Menge Efeublätter klein schneiden und in eine 0,7 Liter Flasche geben. Mit einem hochprozentigen Schnaps (Korn oder Wodka) aufgießen. Etwa vier Wochen lang ziehen lassen, täglich umschütteln. Danach abseihen und in eine dunkle Tropfflasche umfüllen. Bei Husten dreimal täglich zehn Tropfen der Tinktur auf einem Löffel Vollrohrzucker einnehmen.

Schnupfen

Ätherische Öle
Befreien die Nasenschleimhäute sehr gut.

Zum Inhalieren besonders geeignet sind folgende Öle: Lavendel, Melisse, Arnika, Beifuß, Rosmarin, Latschenkiefer und Zitrone.In eine Schüssel 3-5 Tropfen des Öls geben und mit einem Liter heißem Wasser übergießen. Kopf über die Schüssel halten und so mit einem Tuch abdecken, daß keine Dämpfe entweichen können. Abwechselnd mit Mund und Nase einatmen. Anwendung täglich 2-3 mal wiederholen. Achtung! Nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet. Wenn der Patient mit Hautreizungen reagiert, dann die Behandlung sofort abbrechen.

Nasenspülung
Verhindert das Festsetzen von Krankheitserregern in den Nasennebenhöhlen.

Einen Teelöffel Kochsalz in einer flachen Schüssel in etwas warmem Wasser auflösen. Dann ein Nasenloch zuhalten und mit dem anderen etwas von der Salzlösung kräftig einziehen. Seite mehrmals wechseln, zwischendurch kräftig Nase putzen.

Hals- und Rachenschmerzen

Apfelessig
Sehr einfach und wirksam bei kratzigem, schmerzhaften Hals.

In ein Glas heißes Wasser je einen Eßlöffel Honig und Apfelessig geben und gut umrühren. Getränk langsam und schluckweise trinken. Mehrmals täglich wiederholen.

Leinsamen
Gut geeignet zum Gurgeln und als Halswickel.

Drei Eßlöffel Leinsamen in eine Tasse Vollmilch einrühren und im Kühlschrank quellen lassen. Anschließend zwei Tassen Wasser hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Zuletzt abseihen. Mit der Flüssigkeit gurgeln. Den abgefilterten Leinsamen auf ein Leinentuch streichen und dieses als Halswickel anlegen.

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