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Naturkost für Kinder

Gesunde Ernährung für Kinder

Gesunde Kinderernährung – da ist sich mittlerweile nicht mehr nur die Wissenschaft, sondern auch eine ständig wachsende Zahl von VerbraucherInnen einig – ist vollwertig und naturköstlich. Denn für Kinder ist gutes Essen besonders wichtig, da der wachsende Organismus besonders viele Nähr- und Vitalstoffe als Energielieferanten, zum Aufbau von Körperzellen, für den Stoffwechsel, die Widerstandskraft u.v.a.m. benötigt. Diese liefern naturbelassene Lebensmittel in ausreichender Menge.

Darüber hinaus schaden giftige Rückstände wie Nitrat, Pestizide und Herbizide in der Nahrung Kindern stärker als Erwachsenen. Auf das Körpergewicht umgerechnet, verzehren sie mehr Nahrung – und damit auch mehr Giftstoffe. Zusätzlich werden die Schadstoffe durch den aktiveren Stoffwechsel sehr schnell aufgenommen.

Aus all diesen Gründen ist möglichst gering belastetes Essen – eben Naturkost – für die kindliche Gesundheit von zentraler Bedeutung.

Die Voraussetzung für eine dauerhaft gesunde Ernährung ist das Entwickeln eines Ernährungsbewußtseins. Dabei sind Eltern, ob sie wollen oder nicht, Vorbilder, an denen sich Kinder orientieren. Diese Chance sollte wahrgenommen werden. Denn schon in den ersten Monaten werden Weichen für vernünftiges oder unvernünftiges Eßverhalten gestellt, die sich dann in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahrzehntes verfestigen. Ziel ist: Kinder werden zu gesunden Essern und leben natürlich gesund – ihr Leben lang.

Aber auch physiologisch legt die gesunde Ernährung von Kindern den Grundstein für spätere Gesundheit. Sogenannte Zivilisationskrankheiten wie chronische Magen- und Darmstörungen, Bluthochdruck, Erkrankungen von Herz- und Gehirngefäßen, Diabetes und Gicht entstehen durch den hohen Konsum von Fett, tierischem Eiweiß, denaturierten Kohlenhydraten und Salz. (All dies ist wiederum besonders stark enthalten in Fleisch, Weißmehl und Zuckerprodukten.) Meist treten diese Erkrankungen im Alter auf, werden aber bereits in der Kindheit angelegt. Trotz der häufigen Überernährung kommt es oft zu Vitamin- und Eisenmangel bei Kindern. Gesunde Ernährung schützt davor.

Auch führt die herkömmliche Ernährung bei Kindern häufig zu Fettleibigkeit und Karies. Eine der Hauptursachen ist der hohe Zuckerkonsum, der sich weltweit innerhalb von 90 Jahren von 8 auf 100 Millionen Tonnen jährlich gesteigert hat. Bundesbürger nehmen täglich etwa 150 Gramm Zucker zu sich. Dramatische Folge: 98% der Zehnjährigen haben Karies.

Das ist Naturkost

Naturkost baut auf den kontrolliert biologischen Anbau ohne Kunstdünger oder andere synthetische Hilfsmittel. Tierische Lebensmittel stammen aus artgerechter Haltung, die auf zusätzliche Behandlungsmittel wie Antibiotika und Hormone, verzichtet. Das ist erfolgreich, denn weniger Schadstoffe und gesundheitsschädigende Rückstände und ein Mehr an Geschmack zeichnen Produkte aus biologischem Anbau aus.

Bei der vollwertigen Verarbeitung wird dann darauf geachtet, Nähr- und Vitalstoffe zu bewahren. Und Naturkost bedeutet weiter, daß die Produkte frei von chemischen oder anderen künstlichen Zusatzstoffen wie Konservierungs-, Aromastoffen und genmanipulierten Organismen sind.

Tips für eine kindgerechte naturköstlich-vollwertige Ernährung

  • Bevorzugen Sie Gemüse, Obst und (wenig) Fleisch aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Eine Gemüse- und obstbetonte Ernährung ist gesünder. Pflanzliche Lebensmittel enthalten wichtige Nähr- und Vitalstoffe.
    Zu finden sind Bio-Produkte in Naturkostläden, Reformhäusern und zunehmend auch in Supermärkten. Eine weitere Möglichkeit ist der Einkauf beim Bio-Bauern. Direkt vom Hof können Sie frische und gute Lebensmittel kaufen und unterstützen damit auch den positiven Trend der Landwirtschaft, gesund und ökologisch anzubauen.
  • Waschen Sie Gemüse und Obst gründlich ab. Schadstoffe lagern sich besonders auf und zum Teil, bspw. bei Äpfeln, auch in der Schale ab.
  • Entscheiden Sie sich für regionales saisonales Freilandgemüse und -obst. Früh- und Treibhausfrüchte sind stark nitratbelastet und enthalten weniger Nähr- und Vitalstoffe. Von weit her importierte Lebensmittel haben unterwegs oft viel von ihren Inhaltsstoffen verloren. Lange Transportwege belasten die Umwelt oft unnötig .
  • Verarbeiten Sie Gemüse und Obst so wenig wie möglich, um die Nährstoffe zu erhalten. Erhitzen, einfrieren, konservieren und raffinieren tragen zu dem Verlust wichtiger Vitalstoffe bei. Verwenden Sie bei den Zubereitungen wenig Wasser. Optimal ist kurzes Erhitzen und Dünsten, möglichst in Eigenflüssigkeit.
  • Frischkost enthält die meisten Vitalstoffe, denn lange Lagerzeiten führen zu dem Verlust der wertvollen Inhaltsstoffe. So verliert z.B. Blattgemüse nach nur drei Tagen die Hälfte an Vitamin C.
  • Vermeiden Sie Fertignahrung und Fast Food – auch wenn Kinder es noch so sehr lieben. Es ist zu fett, zu salzig und enthält zu viel tierisches Eiweiß. Künstliche Aroma- und Konservierungsmittel sowie synthetische farbliche Verschönerungen gehören nicht zu einer gesunden Ernährung.
  • Kochen Sie salzarm. Salz führt zu hohem Blutdruck und bindet Wasser im Körper. Unbedenklich sind ca. 5 Gramm (am besten jodiertes Salz) pro Tag, also ein Teelöffelchen. Besser und gesünder würzen Kräuter. Sie unterstreichen den Eigengeschmack der Speisen und sind auch wertvolle Vitaminspender.
  • Streichen Sie Süßes weitgehend vom Familienspeiseplan. Zucker, auch Honig, brauner Zucker und Rohrzucker wandeln sich bei übermäßigem Konsum in Fett um und gefährden die Zähne, da sie Karies verursachen. Die Kohlenhydrate aus Getreide, Obst und Gemüse liefern Energie, wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und gesunde Süße. Probieren Sie mal Trockenfrüchte wie getrocknete Bananenchips und Apfelringe, Nüsse, Vollkorngebäck …

Naturköstliche Kinderernährung

  • Sie weckt Lust und Freude am Essen. Bewußtes Einkaufen und die Zubereitung der Mahlzeiten, an denen auch die Kinder beteiligt sind, machen Spaß und tragen dazu bei, ein vernünftiges Ernährungs-bewußtsein zu entwickeln.
  • Ein abwechslungsreicher Speiseplan schmeichelt nicht nur dem Gaumen. Er liefert alle notwendigen Nährstoffe und trägt zu einer harmonischen ausbalancierten Ernährung bei.
  • Naturkost stärkt Organe und das Abwehrsystem.
  • Sie ist weniger schadstoffbelastet als konventionelle Nahrung, deren mögliche Giftstoffe vor allem Kinder schwächen.
  • Die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben in der vollwertigen Küche weitestgehend erhalten und entfalten somit ihre ganze Wirkungskraft. Sie fördern die körperliche und geistige Entwicklung sowie Leistungsfähigkeit.
  • Die Produkte stammen aus umweltverträglichem Anbau, der nicht nur gesunde Nahrung liefert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist.
  • Fairer Handel gehört zu Naturkost: Angemessene Bezahlung aller Glieder der Produktionskette und Unterstützung ökologischer Verfahren machen die Welt zu einer faireren und besseren – auch für Kinder.
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