Gesundes Trinken
Gestillte Babys brauchen in der Regel in den ersten Monaten außer Muttermilch keine zusätzliche Flüssigkeit. Nur bei Hitze, wenn die Kleinen stark schwitzen, oder bei Durchfall und Erbrechen muß zusätzlich etwas Wasser gegeben werden.
Babys sollten immer abgekochtes Leitungswasser trinken, wobei auf den Nitratwert im Wasser geachtet werden muß. Der in Deutschland für Nitrat gültige Grenzwert von 50 ml pro Liter ist für Säuglinge sehr hoch. Nitrat wird in Nitrit umgewandelt und hindert den Sauerstofftransport im Blut. Bei sehr viel Nitrat kann es zur Methämoglobinämie, der Blausucht, kommen.
Die Qualität des Trinkwassers ist regional unterschiedlich. Auskunft darüber geben die Wasserwerke, die dazu verpflichtet sind, über die aktuellen chemisch-physikalischen Daten zu informieren.
Für Babynahrung geeignetes Wasser darf folgende Werte nicht überschreiten:
- Nitrat 10mg/l
- Nitrit 0,02mg/l
- Fluorid 1,5mg/l
- Sulfat 240mg/l (ideal sind 200mg/l)
- Natrium 20mg/l
- Mangan 0,2mg/l
Wenn diese Werte überschritten werden, dann sollte man zu Mineralwasser mit der Aufschrift Für die Säuglingsernährung geeignet greifen.
Erst mit Beginn der Beikosternährung werden Getränke wichtig. So braucht zum Beispiel ein fünf Kilo schwerer Säugling ca. 750 ml Flüssigkeit am Tag. Die nimmt er über die Nahrung und am besten über Getränke wie Wasser und Tees zu sich. Abwechslung spielt keine Rolle Babys trinken gerne Wasser pur und auch der Kräuter- oder Früchtetee sollte keine Mischung sein. Eine Sorte reicht, um den Durst zu löschen.
Süße ist vollkommen überflüssig, sogar gefährlich. Daher ist auch von den meisten handelsüblichen Babyteemischungen abzuraten. Sie sind oft zuckerhaltig. Hinter den Begriffen Maltose, Maltodextrin, Glucose, Fructose verbergen sich Süßungsmittel. Auch Honig, Apfel- und Birnendicksaft prägen schnell die Geschmacksrichtung Süß, die zwei Gefahren mit sich bringt.
Erstens enthalten Zucker außer Kalorien keine Nährstoffe. Sie werden direkt in Fett umgewandelt und so gespeichert. Das ist anders als bei Kohlenhydraten aus zum Beispiel Getreide und Kartoffeln, die von wertvollen Nähr- und Vitalstoffen begleitet werden.
Zweitens verursachen Zucker Karies. Auch Kristallzuckerersatz wie Fructose und Dextrine sind kariogen.
Erhöht wird diese Gefahr zusätzlich durch das Nuckeln an Babyfläschchen. Handelsübliche Babytees mit der Aufschrift kohlenhydratfrei sind leider auch mit Vorsicht zu genießen, denn sie enthalten oft Aromastoffe, die Allergien verursachen können.
Kariesgefahr Nr. 1 ist das Dauernuckeln nicht nur von Tees und Säften, sondern auch von Wasser. Durch das ständige Umspülen der Zähne wird der wertvolle Speichel weggespült, der Säuren neutralisiert und Mineralstoffe in den Zahnschmelz einbaut. Speichel ist die optimale Kariesprophylaxe, die dadurch unterstützt werden kann, daß Babys so früh wie möglich lernen aus Tassen, anfangs aus den Trinklerntassen mit einem schweren Boden, zu trinken.
Dadurch läßt sich auch eine weitere Gefahr umschiffen, denn auch Dauernuckeln kann zu Fehlernährung führen. Durch das Nuckeln an der ständig griffbereiten Flasche entwickeln sich weniger Hunger und Appetit auf die richtigen Mahlzeiten. Und: Nuckeln kann bei Babys zur Sucht werden ohne Fläschchen läuft dann bald gar nichts mehr.
Getränke ab dem 2. Lebensjahr
Im Alter von 1 bis 4 Jahren müssen Kinder täglich etwa einen Liter trinken. Wasser ist dafür der ideale Durstlöscher nicht nur für Kleine, auch für Große!
Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind wirksame und kalorienarme Getränke an warmen und kalten Tagen. Obstsäfte sollten anfangs 1:1 verdünnt werden. Auch später erfrischen verdünnte Säfte kalorienärmer und dadurch auf gesunde Weise.
Kinder brauchen keinen Extra-Saft, den die Industrie mittlerweile anbietet. Die künstlichen Vitaminzusätze sind bei einer gesunden Ernährung überflüssig. Naturtrübe Fruchtsäfte, mit rückstandsfreieren Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau, sind vorzuziehen.
Limonaden und süße Fruchtsäfte sind wahrhafte Kalorienbomben und Kariesförderer. In Limonaden sind pro Flasche etwa 50 Stück Kristallwürfelzucker versteckt.
Im Vergleich dazu nimmt sich Cola, die mit einem schlechteren Ruf zu kämpfen hat, fast bescheiden aus. Nur 37 Würfelzucker versüßen dieses Erfrischungsgetränk (strotzt dafür aber vor Unmengen an Phosphaten ).
Für besondere Gelegenheiten
und Gaumenfreuden, die Kinder langsam kennenlernen, können leckere und erfrischende Getränke gemixt werden.
Erdbeer-Joghurt-Drink
Für 2 Gläser
- 100g Erdbeeren, 100g Joghurt
- 150 ml kaltes Wasser, 1 TL Honig
Alle Zutaten pürieren und durch ein Sieb streichen. Gekühlt schmeckt dieses Sommergetränk besonders gut.
Vitamin-C-Cocktail
Für 2 Gläser
- Saft von 3 Orangen, Saft von 3 Mandarinen
- Saft von 1 Zitrone, 200 ml heißes Wasser
- 1 EL Honig
Fruchtsäfte mit heißem Wasser vermischen, Honig unterrühren und wenns so richtig kalt ist, wärmt dieser Cocktail schnell auf.
Kinderparty-Bowle
Für 6 Gläser
- 400g Ananas (in Stücken)
- 300g Erdbeeren (geviertelt)
- 300 ml Wasser, 4 TL Honig
- Saft von 6 Orangen, 4 TL Zitronensaft
- bunte Spießchen, zum Herausfischen der Erbeeren
Im Mixer oder mit dem Pürierstab Ananas zusammen mit dem Wasser und Honig pürieren. Saft durch ein Sieb streichen und mit dem Orangen- und Zitronensaft vermischen. Erdbeeren in den Ananassaft rühren und das Getränk in Gläser füllen. Mit Spießchen servieren.
Sommer-Saft mit Pfirsich & Melone
Für 6 Gläser
- 40g Pfirsiche (Stückchen)
- 400g Zuckermelone (ebenfalls kleine Stücke)
- Saft von 3 Orangen
Alle Zutaten fein pürieren und eventuell durch ein Sieb streichen. Gut gekühlt schmeckt dieses Getränk erfrischend gut.
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