Getreide
ist seit Jahrtausenden das wichtigste Nahrungsmittel des Menschen. Zwar veränderten sich die Bedeutung und die Verarbeitung der Getreidearten immer wieder, zu einer gesunden Ernährung gehören sie aber wie eh und je.
Doch das ganze, frisch gemahlene Korn und daraus zubereitete Lebensmittel drohen aus viel zu vielen Küchen zu verschwinden. Weißmehl, polierter, weißer Reis der traurige Rest nach aufwendiger industrieller Verarbeitung ersetzen leider immer häufiger eher schlecht als recht die ehemals gesunden Körner.
Volle Getreidekörner: Aufbau & Inhalt
Getreide hat einen ausgewogenen Nährstoffgehalt und eine hohe Nährstoffdichte, da es nur zu 15% aus Wasser besteht. Die restlichen 85% bieten fast alle zum Leben notwendigen Nähr- und Vitalstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Die verschiedenen Getreidearten haben ein ähnlich strukturiertes Korn. Das Innere der Mehlkörper besteht zu 70% aus dem Kohlenhydrat Stärke und zu 814% aus Eiweiß. Der nährstoffreiche Keimling enthält etwa 25% Eiweiß mit sehr vielen essentiellen Aminosäuren.
Neben den 10% Fett, mit großteils wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, finden sich hier besonders
B-Vitamine, Vitamin E und verschiedene Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Phosphor, Fluor, Magnesium, Kupfer und Mangan sowie Spurenelemente.
Den Mehlkörper umgibt die Aleurenschicht, welche ähnlich hochwertig ist wie der Keimling. Die alles umschließende Randschicht enthält neben vielen Mineralstoffen vor allem die verdauungsfördernden Ballaststoffe.
Bei der Verarbeitung zum handelsüblichen weißen Mehl werden sowohl Keimling, Aleuren und Randschicht entfernt. Nur wenn das Korn ganz und unraffiniert als Vollkorn! gegessen wird, bleiben die wertvollen Nähr- und Vitalstoffe erhalten.
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