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Kochen & Kinder

Die Milch macht’s

Milch ist die perfekte Zwischenmahlzeit – für den kleinen Hunger zwischendurch. Mit ihr kann beispielsweise der tägliche Kalziumbedarf gedeckt werden. Ein Kleinkind müßte dazu jeden Tag einen viertel, Schulkinder einen halben und Jugendliche einen dreiviertel Liter Milch trinken. Diesen Gesundheitsdrink gibt’s dann auch noch in vielen „Geschmacksrichtungen“ und Sorten: Buttermilch, Kefir, Joghurt, Quark, Sahne …

Außer dem Kalzium, für das die Milch berühmt ist, enthält sie auch alle anderen Nährstoffe, die der Mensch zum Leben braucht: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, die uns mit Energie versorgen, viele Mineralstoffe und Vitamine, die als Wirkstoffe unerläßlich sind.

Milcheiweiß ist besonders wertvoll, da es alle lebensnotwendigen Bausteine des Proteins enthält. Auch das Milchfett kann sich sehen lassen: Es ist leicht verdaulich und liefert ebenso wie das Kohlenhydrat der Milch (Laktose, Milchzucker) Energie. Laktose kann aber noch mehr. Es hat einen günstigen Einfluß auf die Darmbakterien und hilft dem Körper, den Mineralstoff Kalzium besser aufzunehmen. Neben Kalzium spielt vor allem Phosphor in der Milch eine große Rolle. Beide Stoffe sind für den Aufbau und die Erhaltung von Knochen und Zähnen notwendig. Die Vitamine A, D, E und die der B-Gruppe sorgen für den Ab- und Aufbau von Fettsäuren, leiten Energie in Nervenzellen, unterstützen Stoffwechsel, Immunsystem, Hormonhaushalt, Wachstum, Zellaufbau …

Milch wird selten als Rohmilch – d.h. weder erhitzt noch molkereimäßig bearbeitet – verkauft. Sie darf wegen eventuell vorhandenen krankheitserregenden Mikroorganismen nur direkt vom Bauern mit dem Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ abgegeben werden. Auch Vorzugsmilch wird unerhitzt angeboten. Sie gelangt unter strengen Kontrollen und Hygienemaßnahmen in die Läden. Für Schwangere, Säuglinge, Kranke und Menschen mit geschwächter Immunabwehr sollte Vorzugsmilch abgekocht werden. Die am häufigsten konsumierte Milch ist wärmebehandelt – pasteurisiert, ultrahocherhitzt oder sterilisiert. Beim Pasteurisieren wird Milch auf 62–85°C erhitzt. Ultrahocherhitzt bedeutet für sie eine Sekunde lang 135–150°C. Diese beiden Verfahren sind nährstoffschonender als Sterilisieren, bei dem die Milch in geschlossenen Verpackungen 10 bis 20 Minuten bei 110°C eingekocht wird. Auf das Erhitzen folgt meist noch das Homogenisieren. Dabei wird die Milch unter Druck durch haarfeine Düsen gepreßt, um die milcheigenen Fettkügelchen in sehr viel kleinere Tröpfchen zu zerteilen. Das verhindert das Aufrahmen der Milch. Nach all diesen teils sehr aufwendigen Verfahren gelangt die Milch im unschuldigen Weiß auf unsere Tische und steht da für Gesundheit im Glas.

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