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Naturkost von A bis Z

 

Kosmetik

Definition

Unterscheidung in Kosmetik zur Haut-, Körper- und Haarpflege (Cremes, Gels, Shampoos, Lotionen, Peelings, Masken) und dekorative Kosmetik (Schminkutensilien). Produktlinien für Frauen und Männer.

Geschichte

Etwa 8000 verschiedene Inhaltsstoffe werden EG-weit in Tiegel, Tuben und Pasten gerührt. Eine gesetzliche Kontrolle bei Kosmetik ist bislang nicht vorgeschrieben. Viele Hersteller deklarieren die Inhaltsstoffe freiwillig nach dem amerikanischen CTFA-System. Diese Kennzeichnung wird voraussichtlich ab Mitte 1997 für alle Kosmetikhersteller per Gesetz zur Pflicht. Die Auflistung enthält alle Inhaltsstoffe nach ihrer Konzentration. Die chemischen Bezeichnungen nach der CTFA-Liste geben keine Auskunft darüber, ob die Inhaltsstoffe aus natürlichem Vorkommen stammen oder durch chemische Synthese im Labor entstanden sind. Sie verrät auch nichts über eventuell allergieauslösende Wirkungen des Stoffes.

Um chemische Komponenten auszuschließen, greifen viele Menschen zu Naturkosmetik. Mit dieser Bezeichnung dürfen sich allerdings auch Produkte schmücken, die nur einen verschwindend geringen Anteil an natürlichen Stoffen beinhalten. Eine gesetzliche Definition und damit einen Verbraucherschutz gibt es noch nicht.

Konventionelle Produkte

Verwendung von synthetischen Stoffen, meist aus der Petrochemie sowie synthetischen Emulgatoren, Konservierungs- und Farbstoffen. Zum Teil Verarbeitung von tierischen Produkten. Tierversuche nicht ausgeschlossen.

Die Haut kennen und verstehen ist nicht allein ein kosmetisches Thema, sondern auch ein gesundheitliches. Die richtige Pflege – wozu neben Cremes und Dekorationen vor allem gesunde Ernährung und Lebensweise gehören – ist zentral für Wohlbefinden, Gesundheit und somit auch Schönheit.

Gesundheit!

Gesunde Haut ist der Spiegel der Seele so heißt es, also auch das Ergebnis unserer Lebensweise. Die beste Kosmetik kommt von innen. Wir legen uns das Essen ja auch nicht auf den Bauch, um satt zu werden.

Biologische Produkte

Naturkosmetik aus Pflanzenrohstoffen. Bisher gibt es keinen einheitlichen Standard für Naturkosmetik, dem die Naturwarenhersteller folgen. Die Firmen entscheiden über die Rezeptur im Einzelnen. Prinzipiell einig sind sich die Hersteller in einigen wichtigen Punkten: Verwendet werden nur hochwertige Pflanzenrohstoffe, möglichst aus Bio-Anbau oder Wildbeständen. Überwiegend Verzicht auf synthetische Stoffe zum Beispiel bei Emulgatoren oder Konservierungsstoffen. Volldeklaration nach CTFA, zum Teil auch als Übersetzung ins Deutsche. Keine Tierversuche in den Naturkosmetikunternehmen.

Bei der Umverpackung wird Wert auf recyclbare oder wiederverwertbare Materialien gelegt. Zum Teil auch Behältnisse, die im Naturkostladen wiederbefüllt werden können.

Tip

Bei der Übersetzung der komplizierten CTFA-Liste hilft die Broschüre "Kosmetik von A-Z" von Dieter Wundram, Öko-Test-Verlag, Leserservice, 60447 Frankfurt. Dort werden 1900 Inhaltsstoffen unter die Lupe genommen.

Altbewährte Rezepte für die Schönheit

  • Feingemahlenes Hafermehl und gemahlene Haselnüsse ergeben zusammen mit warmem Wasser eine aufsaugende Maske; ideal für fette Haut.
  • Honig ist der klassische Feuchtigkeitsspender. Zusammen mit Eidotter, Mandelöl und Milch wird er zur idealen Maske für trockene Haut.
  • Eiweiß und ein Schuß Apfelessig beleben und erfrischen jeden Hauttyp.
  • Milchprodukte wie Joghurt, Sahne oder Quark helfen bei trockener und matter Haut. Eingerührte Öle oder Obst wie Bananen oder Aprikosen, mit etwas Honig verfeinert, entspannen und beleben gestreßte Haut.
Lesetips
  • „Ernährung für die Schönheit“
    von Klaus Oberbeil ist ein ausführlicher Ratgeber rund ums Thema gesunde Haut und strahlendes Aussehen. Vitamine, Mineralien und Co. helfen gezielt bei Hautproblemen von Allergie bis Zellulite.
    ISBN 3-517-07605-8 Südwest Ludwig Verlag, 208 Seiten

 

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