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Naturkost von A bis Z

Adzukibohne

Adzukibohnen (Phaseolus angularis, Syn. Azuki) gehören zu den Hülsen-früchten. Die Pflanze kommt ursprüng-lich aus Ostasien. Kaufen kann man die getrockneten, reifen Samen. Sie sind meist dunkelrot und zylindrisch geformt - etwa einen halben Zentimeter lang.

Adzukibohnen eignen sich für die Zubereitung von Bohnensuppen, als Beilage zu Reisgerichten und zur Sprossenzucht. Wie alle Hülsenfrüchte sollten sie nur gegart oder gekeimt und blanchiert gegessen werden. Die Boh-nen liefern viele Ballaststoffe, Eiweiße und komplexe Kohlenhydrate.

Agar-Agar Produktbeschreibung
Ahornsirup Produktbeschreibung
Alaun

Definition:
Alaun ist der Name für zwei Aluminiumsalze: Kalium- und Ammoniumaluminiumsulfat. Früher gab es sie als Kristall in jedem Friseurladen, um Schnittwunden beim Rasieren zu verarzten. Denn Alaun zieht die Haut zusammen und tötet Bakterien ab. Diese Eigenschaften machen Alaun auch zu einem optimalen Deo-Wirkstoff. Alaun-Kristalle gewinnt man aus der wässrigen Lösung der Salze.

Konventionelle Produkte:
Die Aluminiumsalze in Deos oder Deo-Kristallen werden synthetisch hergestellt und sind zusätzlich chloriert. Sie hemmen, im Gegensatz zu reinem Alaun, den Schweißfluss und führen oft zu Hautirritationen.

Biologische Produkte:
Stammen aus natürlich vorkommendem Alaunschiefer.

Alfafa ist die englische Bezeichnung für die Luzerne, eine Hülsenfrucht. Gehandelt werden die Samen, die als frische Grünsprosse (mit einem grünen Blattpaar) verzehrt werden. Der Geschmack ist pikant und erinnert an Erbsen. In der Landwirtschaft hat Luzerne als Futterpflanze und als Gründüngung Bedeutung.
Algen
  • Produktbeschreibung
  • Warenkunde: Algen (S&K 1/2008)
  • Algen - Gemüse aus dem Wasser (S&K 1/2002)
Aloe vera Die kühle Heilerin (S&K 9/06)
Amaranth
  • Produktbeschreibung
  • Warenkunde (S&K)
Ananas

Leichtes Früchtchen

Ananas enthält das Erkältungsschutz-Vitamin C, die Nervenschutz-Vitamine B1, B2 und B6 sowie Enzyme wie das Bromelain. Das Abnehmen fällt leicht, denn die Frucht ist kalorienarm. Aber trotz gegenteiliger Behauptungen: Die Enzyme bewirken keine zusätzliche Gewichtsabnahme. Das Bromelain wirkt jedoch abschwellend und entzündungshemmend. Außerdem: Vanillin kann für gute Laune sorgen. Es wirkt stimmungsaufhellend.

Tipp: Reife Früchte?

Nicht nur gelbe Früchte sind reif.

  • Süßlicher Duft am Stielansatz.
  • Kleine Blättchen aus der Mitte der Blattrosette lassen sich leicht herauszupfen.
  • Die Schale sollte auf leichten Druck etwas nachgeben.

Zum Weiterlesen:

  • Genießen - Ananas, Grapefruit, Avocado & Co. (S&K 3/2009)
  • Ananas-Winterküche (S&K 2/2003)
Apfelessig

Durch Gärung aus Äpfeln hergestellter Essig mit meist 5% Essigsäure, in ökologischer Qualität aus deutschen Äpfeln erhältlich. Für eine Apfelessigkur wird täglich ein Glas Wasser mit einem Eßlöffel Apfelessig getrunken, soll Krankheiten vorbeugen und lindern.

Apfelessig - das Wunderelixier?

Schon Hippokrates (460-375 v. Chr.) verordnete seinen Patienten bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsproblemen Essig. Und auch Hildegard von Bingen (1098-1179) berichtete von seiner verdauungsfördernden Wirkung. Mittlerweile wird in vielen Büchern die Rolle des Apfelessig als Naturheilmittel und Hausrezept beleuchtet. Er soll unter anderem den Appetit zügeln, Schnupfen bekämpfen, einem Calciummangel vorbeugen, Altersflecken lindern und bei Arthritis und anderen Gelenkerkrankungen schmerzlindernd wirken. Kontrollierte Studien über seine heilenden Wirkungen gibt es jedoch noch nicht. Dennoch, Apfelessig ist eine natürliche Vitamin- und Mineralstoffquelle. Außerdem enthält er sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Ballaststoffe und organische Säuren. Zum Ausprobieren: Einen Eßlöffel Apfelessig mit Mineralwasser vermischen und trinken. Etwas milder schmeckt die Mischung mit einem Schuß naturtrüben Apfelsaft oder etwas Honig. Apfelessig kann auch äußerlich angewendet werden. Als Zusatz im Wasch- oder Badewasser soll er die Durchblutung anregen und den natürlichen Säureschutzmantel fördern, als Spülung, dem Haar Glanz und Geschmeidigkeit verleihen

Warenkunde: Bio-Essig (S&K 6/2007)

Apfelkraut Produktbeschreibung
Apfelwein Warenkunde (S&K)
Apfelsorten, alte
  • Zu Besuch im Apfelmuseum: Hüter der alten Sorten (S&K 09/08)
  • Warenkunde (S&K)
Aquazucht Produktbeschreibung
Arame

Arame ist eine Algenart, die zur Klasse der Phaeophyceae, den Braunalgen, gehört. Sie wächst auf felsigem Untergrund wenige Meter unter der Meeresoberfläche. Am besten gedeiht die wild wachsende Alge in der japanischen See und an der südamerikanischen Pazifikküste. Sie wird von Hand geerntet, weich gekocht, in der Sonne getrocknet und in feine Streifen geschnitten. Fertig gegart passt die mild-süßlich schmeckende Arame-Alge zu Nudeln, Salaten, süßen Früchten, Gemüseeintöpfen, Tofu-, Tempeh- oder Fischgerichten.

Im Handel erhält man Arame als ein Knäuel getrockneter, schwarz-grüner Fäden. Diese müssen vor dem 20- bis 30-minütigen Garen fünf Minuten einweichen. Dabei verdreifacht sich ihr Volumen. Eine zu lange Einweichzeit führt zum Verlust einiger in den Algen enthaltenen wichtigen Nährstoffe.

An Mineralstoffen enthält das proteinreiche Meeresgemüse beispielsweise Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen. Es liefert außerdem Beta-Carotin, Vitamine des B-Komplexes und die Spurenelemente Selen, Jod, Chrom, Magnesium und Zink.

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sollen Aramealgen das Nervensystem, den Stoffwechsel und die Verdauung positiv beeinflussen. Die enthaltene Säure soll zudem Schwermetalle wie Kadmium, Blei oder Quecksilber binden und ausscheiden helfen. Arame wird weiterhin gegen Bluthochdruck und zur Behandlung von Frauenleiden empfohlen.

Arganöl

Seit 80 Millionen Jahren gibt es den Arganbaum schon, der einst große Flächen Südafrikas und Südeuropas bedeckte. Heute existiert er nur noch in Marokko auf einer Fläche von 820000 Hektar.

Das Öl seiner Samen weist einen Anteil an ungesättigten Fettsäuren von etwa 80 Prozent auf und enthält zahlreiche natürliche Antioxidantien. Die Herstellung des hochpreisigen handgepressten Öls, nach alter Tradition eine Aufgabe der Berberfrauen, erfolgt in einem aufwendigen Prozess von Knacken, Rösten, Mahlen und Verkneten. Die konventionelle Arganölgewinnung findet zumeist in Pressanlagen außerhalb Marokkos statt. Sie führt zu Qualitätsverlusten, da die maschinell geknackten Samen zerbrechen und sich mit bitteren Schalenstücken vermischen können.

Zum Weiterlesen: Warenkunde - Arganöl (S&K 12/2008)

Aromaöle

auch ätherische Öle. Pflanzliche Öle, die je nach Herkunftspflanze bestimmte Duftstoffe enthalten. Sie unterscheiden sich aber von fetten Ölen (zum Beispiel Sonnenblumenöl) dadurch, dass sie vollständig verdampfen (ätherisch heißt auf deutsch flüchtig, leicht verdampfend) und auf Papier keinen charakteristischen Fettfleck hinterlassen - man nennt sie deshalb auch trocknende Öle. Dies ist auch eine einfache Methode, um zu überprüfen, ob ein ätherisches Öl mit einem so genannten "fetten" Öl verschnitten wurde.

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen, mittels Wasserdampfdestillation, Extraktion mit unterschiedlichen Lösungsmitteln oder Kaltpressung (vor allem die Zitrusöle) gewonnen. Sie setzen sich wiederum aus mehreren hundert einzelnen Substanzen zusammen. Bis auf die Zitrusöle, die nur max. zwei Jahre haltbar sind, können die meisten ätherischen Öle jahrelang aufbewahrt werden. Ein gutes Rosen- oder Sandelholzöl kann wie ein sehr guter Wein im Laufe der Zeit immer reifer und besser werden.

Werden in Kosmetik, zur Raumluftverbesserung und zur Therapie bei körperlichen und seelischen Beschwerden eingesetzt.

  • Es gibt Natürliche Öle. Sie bestehen aus mehreren naturreinen Komponenten, werden also nicht zu 100 % aus der namensgebenden Pflanze gewonnen. D.h. ein Lavendelöl kann mit einem billigeren, anderen naturreinen Öl vermischt werden und wird dann als natürliches Öl bezeichnet. Für aromatherapeutische Zwecke sind solche ätherischen Öle nicht geeignet, da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können.
  • Naturidentische Öle werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt, sie entsprechen in ihrer chemischen Struktur den natürlichen Vorbildern, so dass sie wie natürliche Öle riechen. Allerdings haben sie keine Wirkung auf Körper, Geist und Seele. So besteht ein naturidentisches Rosmarinöl aus ca. 11 chemischen Bestandteilen, während das naturbelassene ätherische Öl ca. 150 Inhaltsstoffe hat.
  • Künstliche Öle besitzen kein natürliches Gegenstück und werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften hergestellt. Gesundheitlich sind viele umstritten, vor allem da sie sich im Fettgewebe des Organismus anreichern und hormonähnliche Wirkungen besitzen können.

Achtung:

Seit März 2005 müssen europaweit 26 Duftstoffe benannt werden, die Allergien auslösen können. Die Liste der 26 Duftstoffe umfasst sehr unterschiedliche Kandidaten: Stoffe, die als Allergene sehr wirksam sind, aber auch solche, die als Auslöser von Allergien kaum eine Bedeutung haben.


Wohlfühlen - Warenkunde (S&K 9/2009)
Aromen/Aromastoffe
  • Basisartikel
  • Begegnen - Hintergrund - Aromen (S&K 4/2011)
  • Aromen: Was schmeckt denn da? (S&K 12/2006)
Arrowroot auch unter dem Namen Pfeilwurzelstärke bekannt. Stammt aus der tropischen Pfeilwurz-Pflanze (Maranta). Die Wurzeln werden gemahlen und die Stärke mit Wasser herausgewaschen. Wird häufig als Dickungsmittel für Suppen, Soßen und Pudding verwendet. Es hat keinen ausgeprägten Eigengeschmack.
Aubergine

Ursprünglich glichen Auberginen in Form, Größe und Farbe einem Hühnerei und wurden daher auch „Eierfrüchte“ genannt. Kaum bekannt ist, dass sie schon seit Jahrhunderten in Indien sowie China und Japan verwendet werden. Bei uns rechnet man sie eher der mediterranen Küche zu. Dabei werden sie möglichst nicht gedünstet oder gekocht, denn ihr angenehm nussiges Aroma entfaltet sich am besten durch Fritieren, Grillen oder Anbraten in Olivenöl. So zubereitet eignen sie sich zum Beispiel für Vorspeisenplatten. Oder aber sie werden nach dem Anrösten gebacken und geschmort und dabei unter anderem zum typisch griechischen Auberginenmus, zu Moussaka oder Ratatouille verarbeitet.

Auberginen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und können Solanin enthalten, das erst bei Hitze zerfällt. Sie sind daher für den Rohgenuss nicht geeignet. (Wegen dieses Gifts nannten die Italiener sie Melanzane, „kranker Apfel“. – Unter dieser Bezeichnung findet man sie auch auf Österreichs Märkten.)Um etwaige den Geschmack beeinträchtigende Bitterstoffe auszuschwemmen, salzt man die Scheiben vor der Zubereitung leicht, oder beträufelt sie mit Zitronensaft und saugt den austretenden Saft nach einer halben Stunde mit Küchenpapier auf. Willkommener Nebeneekt der Prozedur: Das so vorbereitete Fruchtfleisch nimmt beim Braten weniger Öl auf.

Anbau:

Auberginen sind einjährige Nachtschattengewäch-se, werden bis zu einem Meter hoch und brauchen Wärme um zu fruchten. Sie sind empfindlich gegen verschiedene Schädlinge wie Mehltau oder Läuse und vertragen keinen Frost, daher dürfen sie nicht zu früh ausgepflanzt werden. In Freilandkulturen werden die Pflanzen meist auf etwa 40 Zentimeter zurückgeschnitten, damit sie buschig wachsen und nicht festgebunden werden müssen. In unseren Breiten kommen dafür allerdings nur sehr milde Regionen in Betracht, in denen etwa auch Wein gedeiht. Im deutschen wie auch im niederländischen Ökolandbau wird die Aubergine hauptsächlich im Gewächshaus kultiviert und dort ähnlich wie Tomaten meist an Schnüren gezogen. Gute Erträge ergeben auf Tomatenunterlagen veredelte Pflanzen.

Rezepte mit Auberginen auf naturkost.de

Aufstriche, pflanzlich/würzig Produktbeschreibung
Aufstriche,
selbstgemacht
Artikel in Schrot&Korn (10/96)
Ausmahlungsgrad

gibt in einer Prozentzahl an, wieviel Mehl aus den Getreidekörnern gewonnen wurde.

Bei einem Ausmahlungsgrad von 65 Prozent werden aus 100 Kilogramm Getreide 65 Kilogramm Mehl gewonnen. Die restlichen 35 Prozent des Getreides, die nicht verwendet wurden, sind Schalenteile und Keimlinge. Ein niedriger Ausmahlungsgrad zeigt an, dass hauptsächlich der Mehlkörper - also die Stärke vermahlen wurde. Solche Mehle enthalten sehr viel weniger Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe als hochausgemahlene.

Je höher der Ausmahlungsgrad, desto mehr sind Anteile vom ganzen Korn und damit Nährstoffe enthalten. Vollkornmehl hat einen Ausmahlungsgrad von 100 Prozent.

Der Ausmahlungsgrad steht in enger Verbindung mit der Mehltype. Sie gibt an, wieviel Mineralstoffe im Mehl enthalten sind. Weizenmehl der Type 405 enthält in 100 Gramm Mehl nur 405 Milligramm Mineralstoffe. Type 550 enthält mehr Schalenanteile und kommt auf einen Gehalt von 550 Milligramm pro 100 Gramm.

Je höher der Ausmahlungsgrad, desto höher die Mehltypenzahl und umgekehrt. Weizenmehl mit der Typenbezeichnung 405 ist demnach ein niedriger Ausmahlungsgrad, das Mehl besteht hauptsächlich aus Stärke. Vollkornmehle tragen keine Typenzahl, da sie immer sämtliche Kornbestandteile enthalten.

Autos, umweltschonende Vier Gründe für ein Umwelt-Auto (S&K 11/06)
Ayurvedische Ernährung
  • Basisartikel
  • Kochen mit allen Sinnen - Ayurvedische Rezepte (S&K 3/2008)
  • Ayurveda in Indien (S&K 1/2004)
Ayurvedische Tees
  • Produktbeschreibung
  • Artikel in Schrot&Korn (2/97)
Ayurveda, Backen nach Artikel in Schrot&Korn (10/97)
Azofarben

Azofarbstoffe bilden die größte Gruppe der synthetisch hergestellten Farben. Deren Ausgangsstoff, Anilin, wird aus Erdöl gewonnen. Azofarben werden sowohl in Lebensmitteln als auch in Kosmetika eingesetzt. Mit einem Unterschied: Bei Kosmetika dürfen sich Hersteller der ganzen künstlichen Farbpalette bedienen, während in der Lebensmittelindustrie viele Azofarbstoffe verboten sind. Einige von ihnen stehen im Verdacht, aromatische Amine freizusetzen, die wiederum als krebserregend beziehungsweise giftig eingestuft werden. Viele Azofarbstoffe haben außerdem den Ruf, Allergien auszulösen, sowie am hyperkinetischen Syndrom (Zappelphillip) beteiligt zu sein.

Azofarbstoffe wurden und werden teilweise noch heute in der Textil- und Lederindustrie verwendet. In Deutschland sind viele Azofarben seit 10 Jahren verboten. Seit einigen Jahren gilt außerdem ein EU-weites Import- und Verkaufsverbot von Bekleidung und anderen Bedarfsgegenständen die Azo-Farben enthalten (geringe Grenzwerte werden toleriert).

Dennoch werden bei Kontrollen immer wieder verbotene Azofarben gefunden. Insbesondere schwarz gefärbte Textilien können sie enthalten. Das Risiko ist bei Texilien aus Nicht-EU-Ländern größer als bei in Europa erzeugter Ware.

Zertifzierte Naturtextilien sind garantiert frei von Azofarben.

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