Fleisch & Eier
Tierische Produkte gehören nur in Maßen auf den naturköstlichen Tisch. Eine bewußte und gesunde Ernährung ist fleischarm. Fisch, Ei und Fleisch versorgen den menschlichen Organismus mit wertvollem Eiweiß - das jedoch in meist überflüssigen Mengen. Etwa 25 Gramm Eiweiß braucht der Mensch täglich und diese Menge können Vollkorngetreide, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte abdecken.
Es gibt aber einen Unterschied zwischen pflanzlichem und tierischem Eiweiß. Eiweiß setzt sich aus 22 Aminosäuren zusammen. Alle, bis auf acht, können vom menschlichen Körper selbst produziert werden. Nur die acht essentiellen Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Fleisch und andere tierische Produkte enthalten jeweils alle essentiellen Amino-säuren. Pflanzliches Eiweiß - bis auf das in der Sojabohne - enthält nicht alle. So muß bei einer vegetarischen Ernährung auf eine ausgewogene Zusammensetzung geachtet werden. So ergänzt Eiweiß aus Getreide vorzüglich das aus Hülsenfrüchten. Erleichtert wird dies dadurch, daß der menschliche Organismus in der Lage ist, Aminosäuren zu speichern, sie je nach Bedarf abzurufen und zu einem vollständigen Eiweiß zusammenzufügen. Der Organismus komplettiert so Nahrungsmittel, die nicht alle essentiellen Aminosäuren enthalten.
Fleisch
Der Fettgehalt des Fleisches liegt meist deutlich über dem an Eiweiß. Es enthält viele gesättigte und damit schwerverdauliche Fettsäuren und verfügt kaum über Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Auch mit Vitaminen kann es wenig dienen. Mineralstoffe aus pflanzlicher Nahrung können durch die aus Fleisch nicht übertroffen werden.
Der hohe Fleischkonsum ist gesundheitlich gefährlich. Einige sog. Zivilisationskrankheiten wie Gicht, Dickdarmkrebs, Kreislauf- und Herzerkrankungen sind darauf zurückzuführen. Besonders bedenklich ist Fleisch aus intensiver Massentierhaltung. Übertriebene Medikamentation der Tiere mit Hormonen, Antibiotika und Psychopharmaka, nicht artgerechte und schadstoffbelastete Futtermittel sowie die unwürdige Unterbringung der Tiere sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch unverantwortlich und unethisch.
Ökologische Tierhaltung bedeutet einen artgerechten, ethisch und ökologisch vertretbaren Umgang mit Tieren. Auf gesundheitsgefährdende Zusätze aus der Lebensmittelchemie wie Pökelsalze, Umrötungsmittel, Konservierungsstoffe, Phosphate, Glutamat, Milcheiweiß, Stabilisatoren und Emulgatoren wird bei der ökologischen Verarbeitung selbstverständlich verzichtet.
Eier
Eier sind hochkonzentrierte Nährstoffträger: 13 % Eiweiß, 12 % Fett und 1 % Kohlenhydrate, Vitamine A, B1, B2, D und E, zahlreiche Mineralstoffe, vor allem Eisen, Phosphor und Kalium sowie wertvolles Lezithin machen sie zu einem ernährungsphysiologisch wertvollen Lebensmittel.
Die Frische eines Eies ist entscheidend für dessen Qualität. Leider ist das Alter der Supermarkt-Eier schwer einzuschätzen. Auf der Packung ist das Packdatum aufgedruckt, das wenig über das Legedatum aussagt. Da verraten Güteklassen schon mehr: Eier der Klasse A sind solche, die eine Luftkammerhöhe unter sechs Millimeter haben. Luftkammern entstehen durch das Verdunsten von dem im Ei enthaltenen Wasser. Eier der Klasse B wurden in Kühlhäusern gelagert, die Luftkammerhöhe beträgt bis zu neun Millimeter.
Bio-Eier unterscheiden sich von konventionellen dadurch, daß sie aus Boden- oder Freilandhaltung stammen. Die Hennen werden artgerecht gefüttert. Prophylaktische Verabreichung von Antibiotika und anderen Medikamenten ist ausgeschlossen.
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