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Bohnen

Definition:

Einjährige Hülsenfrucht, mehr als 100 Sorten. In Deutschland werden jährlich rund 60 000 Tonnen Buschbohnen und 7 000 Tonnen Stangenbohnen geerntet. Neben dem hohen Eiweißgehalt (etwa 22 Prozent) liefern frische grüne Bohnen eine ganze Menge Vitamin C, außerdem relativ viel Kalzium (106 Milligramm pro 100 Gramm). Sie zählen zu den nitratärmsten Gemüsen.

Geschichte:

Stammen ursprünglich aus den Anden. Die Urform wird dort heute noch angebaut. Kamen im 16. Jahrhundert nach Europa.

Verwendung:

Prinzeß- und Delikateßbohnen sind die zartesten und jüngsten Sorten. Brechbohnen sind fleischig, sie werden in Stücke gebrochen oder geschnitten, dicke Bohnen sind die Samen der Puff-, Sau- oder Ackerbohne. Sie werden ohne Schale als weißsamige oder braunsamige Sorten angeboten und sind für Eintöpfe gut geeignet. Wachsbohnen haben eine gelbe Hülle und werden für Salate verwendet. Saison der frischen Ware: Juni bis September. Noch bessere ernährungsphysiologische Werte weisen die trockenen Produkte auf.

Konventionelle Produkte:

Die Lebensmittelindustrie dost Bohnen zum größten Teil ein, damit gehen viele Wertstoffe verloren. Tiefgefrorene Bohnen haben weniger Nährstoffe eingebüßt. Konventionelles Saatgut ist chemisch gebeizt, Desinfektion der Stangen mit Formalin. Sojabohnen wachsen üblicherweise auf riesigen Flächen, was sie anfällig macht gegen Schädlinge und Krankheiten. Oft genug wird deshalb vorsichtshalber die chemische Keule eingesetzt. Oder man verwendet gentechnisch manipuliertes Saatgut.

Biologische Produkte:

Bohnen sind im Bio-Landbau eine geschätzte Feldfrucht. Sie sind eine gute Alternative zum Kunstdünger: Mit ihren Wurzeln lockern sie den Boden und sammeln Stickstoff aus der Luft. Der Boden wird damit auf natürliche Weise angereichert. Auch beim Anbau geht’s ohne Chemie: Das Saatgut ist nicht gebeizt. Methylbromid zur Schädlingsbekämpfung beim Lagern der Frucht ist tabu, weil dieses Gas auch anderen Lebewesen schaden kann. Stattdessen werden die Schädlingseier mit Hilfe von Überdruck zerstört. Bio-Sojabohnen wächsen ohne die Hilfe von Gentechnik, von chemischem Pflanzenschutz und mineralischem Dünger. Das wird mit kosten- und zeitaufwändigen Tests kontrolliert. Im Sommer werden vor allem frische Buschbohnen angeboten. Ganzjährig bekommt man sie auch tiefgefroren. Eine große Auswahl gibts bei Trockenbohnen und konservierten Bohnen in Dose oder Glas. Es gibt beispielsweise rote Kidneybohnen, weiße Bohnen, rote Nierenbohnen, bunte Riesenbohnen, schwarze Bohnen und rote Adzukibohnen.

Achtung:

Bohnen nicht roh essen! Sie enthalten die Stickstoffverbindung Phasin, die in größeren Mengen lebenswichtige Aminosäuren blockiert. Beim Garen wird Phasin jedoch völlig zerstört. Gegen Gasbildung im Darm helfen Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Rosmarin, Bohnenkraut oder Senfkörner. Menschen, die mit Gicht, übersäuertem Magen oder Nierenerkrankungen zu kämpfen haben, vertragen Bohnen manchmal schlecht. Sie enthalten Purine, die zu Harnsäure abgebaut werden.

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