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Leinöl

Definition:

Öl aus den Samen der Leinpflanze. Es enthält besonders viel Linolensäure. Mit 54 Prozent enthält Leinöl mehr Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) als jedes andere Öl oder Lebensmittel.

Gesundheit:

Leinöl verringert das herzinfarktfördernde LDL-Cholesterin, macht auch die Adern elastischer und senkt so den Blutdruck. Gleichzeitig verringert es die Neigung der Blutplättchen, sich zu verklumpen, und beugt damit gefährlichen Blutgerinnseln vor. Einen Großteil dieser positiven Wirkungen verdankt das Leinöl der Alpha-Linolensäure.

Sie gehört zur Gruppe der sogenannten Omega-3-Fettsäuren. Diese wurden berühmt, als dänische Forscher 1971 der Frage nachgingen, warum Eskimos so gesund sind, obwohl sie kaum Obst und Gemüse, dafür Unmengen an fettem Fisch verzehren. Fischfett enthält zwei Fettsäuren, die im Körper lebenswichtige Funktionen erfüllen, Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie machen die Zellwände elastisch und dienen als Ausgangssubstanz für die Eicosanoide. Das sind Hormone, die vielfältige Funktionen im menschlichen Körper steuern. Rund 15.000 Studien befassten sich in den letzten 30 Jahren mit den beiden Fettsäuren und bestätigten, dass sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, sich auf entzündliche Erkrankungen wie Rheuma positiv auswirken können und das Wachstum von Krebszellen hemmen. Deshalb gilt Fisch als besonders gesund.

Herstellung:

Das Öl wird durch Heiß- oder Kaltpressung oder durch chemische Extraktion gewonnen.

Konventionelle Produkte:

Im konventionellen Bereich wird häufig die chemische Extraktion mit giftigen Substanzen eingesetzt. Es gibt auch hier kaltgepresste Öle. Die Rohstoffe stammen nicht aus kontrolliert-biologischem Anbau.

Biologische Produkte:

Werden über Kaltpressung gewonnen. Die Ölsaaten stammen überwiegend aus kontrolliert-biologischem Anbau.

Tip:

Leinöl hat nur eine kurze Lagerzeit und kann schnell ranzig werden. Der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht das Öl empfindlich. Einmal geöffnet, hält es nur drei Monate. Zum Kochen eignet sich Leinöl nicht, man gibt es jedoch oft zu fertig gegarten Gerichten. Mit seinem kräftigen, leicht harzigen Geschmack passt es zu Kartoffeln, Linsen oder Schafskäse.

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