Der Fernweh-Lesetip
Zurück zu Hause, noch immer oder stets zu Hause, übermannt einige die unbändige Sehnsucht nach fremden Ländern, Kulturen und vor allem nach deren Düften. Was bietet sich da mehr an, als sich diese Düfte ins Haus zu holen? In den Küchen entfalten sich die landestypischen Gerüche und Stimmungen am besten. Die spezifischen Gewürze, Gemüse und auch Kochtechniken kennzeichnen jeden Landstrich, sei er noch so klein und in der großen Weltpolitik noch so unbedeutend - kulinarisch gesehen ist er einzigartig.
Dr. Barbara Rias Bucher, Mitglied des Food Editors Club Deutschland, arbeitet seit 1979 als freie Autorin und hat mittlerweile über 60 Kochbücher, die häufig mit Preisen bedacht wurden, veröffentlicht. Besonders gelungen ist ihr neustes Buch, in dem sie über 230 Rezepte, Kochkunst, Traditionen und Lebensgewohnheiten von Menschen aus aller Welt vorstellt:
"Internationale Vegetarische Gerichte"
von Barbara Rias-Bucher
Food-Fotos von Karl Newedel
ISBN 3-517-01879-1, Südwest Verlag, München
272 Seiten
Dieses Buch entführt Sie auf eine kulinarische Weltreise in über 40 Länder dieser Erde. Viele Rezepte wurden mit Hilfe von Frauen und Männern recherchiert und geschrieben, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt kommen. Über frische, pflanzliche und überaus gesunde Ernährung wird in diesem Buch ein Beitrag zur Völkerverständigung mit den in Deutschland lebenden Ausländern geleistet. Durch viele persönliche Tips und Hintergrundinformationen, durch Gespräche und Zitate erfahren Sie traditionelle Zubereitungsarten und kulturelle Eigenheiten der jeweiligen Küche.
Holt man sich die Essensdüfte der Ferne in die eigene Küche, so bringen sie nicht nur Gaumen- und andere Sinnesfreuden wieder, sondern auch so wertvolle Momente wie diesen: "Während meiner realen Reise nach Sri Lanka besuchte ich einen Tempel. Auf dem Boden saßen Frauen und Männer, versunken in ihre Gebete. Auf einem Altar hockte ein Affe und fraß Tempelblumen. Keiner fand das Tier störend, amüsant oder niedlich; es war einfach da, so selbstverständlich wie die Menschen. Und genauso selbstverständlich war ich da, die Fremde." (Barbara Rias-Bucher).
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