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Sommerküche und Getränke

Gesunde Sonne

„Wahre Schönheit kommt von innen“ ist leider eine viel zu selten beherzigte Weisheit. Mit unzähligen Kosmetikartikeln und zum Teil gesundheitsschädlichen Maßnahmen versuchen wir unser Aussehen den Schönheitsidealen anzupassen. Dazu gehört auch ausgiebiges Sonnenbaden, um eine braune Haut, Urlaubsflair und sportliche Dynamik vorweisen zu können.

Dabei wird die Haut, unser Schutzpanzer vor allen Umwelteinflüssen, stark strapaziert. Die Haut ist nicht nur eine Körperhülle, sondern ein Organ wie Herz, Niere oder auch Leber. Sie ist an den Stoffwechsel angeschlossen und bezieht ihre Gesundheit – auch das gesunde, frische Aussehen – in erster Linie aus dem Darm, der Leber, dem Blut und anderen Versorgern.

Falten, Krähenfüße, schlaffes Gewebe, ein grauer, ungesunder Teint, trockene, rissige Stellen, die gefürchteten Pickel und Ekzeme sind offensichtliche Anzeichen von schlechter Behandlung dieses wichtigen Organs.

Eine falsche Ernährung trägt in der Regel am meisten dazu bei. Und dabei macht es uns die Natur eigentlich sehr einfach: Hautzellen warten oft gierig auf Nachschub an verjüngenden Biostoffen. Werden diese reichlich über das Blut angeliefert, blüht die Haut innerhalb von wenigen Tagen rasch auf. Sie sieht nicht nur gesund aus, sondern wird auch strapazierfähiger. Selbst Sonne kann sie besser vertragen. Das heißt aber noch lange nicht, daß stundenlanges Sonnenbaden gesund ist! Weniger ist – wie immer – mehr. Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam und schonend an die Sonne, suchen Sie häufig schattige Plätzchen auf. Selbst im Schatten wird man braun und das wesentlich gesünder.

Und: Vergessen Sie nicht, viel frisches Obst zu essen. Die richtige Ernährung ist entscheidend für Haut und Aussehen.

Konventionelle Sonnencrèmes und -lotionen täuschen in der Regel unbegrenzte Verträglichkeit und verläßlichen Sonnenschutz nur vor. Zwar blocken die meisten Sonnenschutzmittel tatsächlich UV-Strahlen ab, enthalten aber häufig auch viele unverträgliche Emulgatoren, Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Sie vermitteln gerne den Eindruck, daß mit ihrer Hilfe Sonnenbaden ein unbegrenzter Spaß ist – und untergraben damit eher den vernünftigen und vorsichtigen Umgang mit der Sonne.

Unsere Sonnenbadtips:

    • Meiden Sie die Sonne, wenn sie am höchsten steht, also zwischen 11 und 16 Uhr.
    • Wenn sie unbedingt braun werden wollen, tun Sie es stufenweise: Beginnen Sie mit 15minütigen Sonnenbädern und steigern Sie diese jeweils lediglich um ein wenige Minuten
    • Schützen Sie die Haut mit Hüten, leicht gewebten Stoffen und langen Ärmeln

Mit Vorsicht und Vernunft lohnt es sich, die Sonne herzhaft und intensiv zu genießen – die paar Sonnenstrahlen, die in deutschen Landen eintreffen und die (hoffentlich) vielen in den auserwählten Urlaubsgebieten. Denn: Sonne tut gut – sie regt den Kreislauf an, stärkt die Immunabwehr und steigert unser Wohlbefinden doch ganz enorm.

Richtige Ernährung in der Sonne

Die wichtigsten Nahrungsmittel für eine kerngesunde Bräune sind frisches, vitaminreiches Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit. Bei hohen Temperaturen versorgen etwas mehr als zwei Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetees den Organismus am besten.

Früchte mit einem erfrischenden Geschmack und hohen Vitamin C-Anteil:

  • Kiwi
  • Zitronen
  • Grapefruits
  • Orangen
  • saure Beeren
  • Äpfel …

Weiterhin wirken die B-Vitamine Niacin und Folsäure vorbeugend beim Aufbau hautschützender Pigmente. Niacin ist besonders reich in:

  • Leber
  • Seefisch
  • Vollkornprodukten
  • Soja- und Tofuprodukten
  • Pilzen
  • Erbsen
  • Nüssen

Folsäure finden Sie in:

  • Leber
  • grünem Salat
  • grünem Gemüse
  • Vollkornprodukten
  • Soja- und Tofuprodukten
  • Linsen

Erste Hilfe beim Sonnenbrand

Sonnenbrand ist eine Hautentzündung bzw. eine allergische Hautreaktion als Folge intensiver UV-Bestrahlung. Oft sind Schmerzen, Brennen, Juckreiz, und darauffolgende Pickel und Pusteln bis hin zu Hautabschälungen die unangenehmen Begleiterscheinungen. Die Symptome beginnen oft erst acht Stunden nach der Bestrahlung und klingen meistens nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Die bleibenden Hautschäden durch wiederholte Sonnenbrände treten dafür erst in fortgeschrittenem Alter auf. Im schlimmsten Fall sind sie für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich.

Die Behandlung sollte sofort nach dem Auftreten der ersten Symptome beginnen. Bei Fieber, Übelkeit und Erbrechen ist es ratsam einen Arzt hinzuzuziehen. Besondere Vorsicht muß man bei Säuglingen walten lassen: Babies mit Sonnenbrand müssen sofort medizinisch untersucht werden. Die Hautoberfläche von Babys und Kleinkindern ist im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht wesentlich größer als diejenige von Erwachsenen. Deshalb muß sie besonders gegen alle äußeren Reize geschützt werden.

Sonnenbrandtips

  • Schnellstmöglich sonnengeschützte und kühle Räume aufsuchen
  • Kühle Umschläge (z.B. feuchte Tücher) lindern Brennen und Jucken der Haut
  • Über den verbrannten Stellen nur leichte Kleidung tragen; über Nacht sollten diese Partien am besten unbedeckt sein
  • Bei leichtem Sonnenbrand helfen auch Auflagen mit Buttermilch oder Quark, die das Brennen lindern und die Rötungen abklingen lassen
  • Weiterhin viel frisches Obst und Gemüse essen.
  • Die B-Vitamine Niacin und Folsäure helfen der Abheilung eines Sonnenbrands. Ebenso wie Vitamin A (in gelbem, rotem und grünem Obst und Gemüse), Vitamin C, Vitamin E (in Pflanzenölen) und die Spurenelemente Zink (in Leber, Muskelfleisch, Eigelb, Schalentieren, Naturreis, Vollkornprodukten).

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