Minister Horst Seehofer im Schrot&Korn-Interview (S&K 8/2007)

wer:
Dr. Brigitte Hannemann
wann:
31. August 2007
Bewertung:

Zum Interview mit Horst Seehofer

" Die Haftungsregeln sind gut.." 08/2007



Herr Seehofer gibt zwar zu, daß ihm noch niemand die Nützlichkeit von breitem Genmaisanbau belegen konnte, stoppt den Unfug aber von seinem verantwortlichen Posten aus nicht.

Pflanzen nehmen Tiere und Wind als Vehikel.

Da sind 150m kein Hindernis.

TRANSPARENZ, was über Herstellungsverfahren und Futtermittel am Ende im Lebensmittel enthalten ist, sollte Herr Seehofer nicht nur wollen, sondern auch schaffen. Und zwar nicht nur bei Genpflanzen,sondern z.B auch beim überhöhten Jodzusatz zum Tierfutter.

Denn unter seiner Verantwortung als Gesundheitsminister wurde 1993 diese allgemeine Kropfprophylaxe eingeführt.

Ein trojanisches Pferd!

Das Spurenelement Jod ist ein unverzichtbarer Baustein der Schilddrüsenhormone.Und als Tagesbedarf galten früher 55-160µg, aufgerundet 100-200µg Jod (Konrad Lang,1974).

In höherer Dosierung ist Jod jedoch lange als Thyreostatikum bekannt,hemmt also die Schilddrüsenfunktion. Thyreostatika

waren in der Tierzucht Mastmittel ( im Gewebe wird auch viel Wasser angereichert). In der EG waren Thyreostatika als Mastmittel nicht zugelassen

( Römpp 1992).

Als Jod-cary-over für die menschliche Ernährung durfte dem Tierfutter ab 1993 das 20 - fache des tierischen Bedarfs zugesetzt werden- ohne Deklaration im Endprodukt.

Nach dieser Verordnung wäre z.B ein Grenzwert von 2760µg Jod pro Liter Milch noch legal gewesen.

Mit Wirkung von September 2006 wurde dieser Grenzwert halbiert .Beide Richtwerte wurden wohl nie voll ausgeschöpft.Schrot & Korn hatte dieses Problem ja bereits angeschnitten. Es braucht aber noch eine gewisse Ausfühlichkeit, um die Dringlichkeit einer Transparenz klar zu machen.Eine Bilanz der täglichen Jodaufnahme ist nun praktisch unmöglich.

In den gängigen Lebensmiteltabellen herrscht noch heile Welt,da hat die Milch nur 30µg Jod pro Liter (Souci .Fachmann.Kraut ,2004) - 250µg und mehr wären realistischer.

Die Jodüberlastung summiert sich aus sehr vielen Lebensmitteln, gekrönt von Jodsalz und Algen. Wobei deklariertes jodiertes Salz unter der allgemeinen Jodflut völlig witzlos geworden ist, weil über den Geschmack die Gefahr einer Überdosierung verhindert werden sollte.

Ein ständiges Zuviel bleibt auf die Dauer nicht ohne Folgen.

Mindestens ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat Schilddrüsenprobleme.

Prof. Jürgen Hengstmann schätzt,daß sogar bereits 40% der Bevölkerung an der Autimmunerkrankung Hashimoto Thyreoditis leiden.

Immer mehr Kinder sind betroffen.

Herzrhythmusstörungen, Gelenkschmerzen, erhöhtes Cholesterin,XXXL- Format,Fehlgeburten,Gereiztheit,Aggressivität, alles kann daher rühren.

Prof. Hengstmann vermutet, daß ein hohes Jodangebot zu alteriertem Eiweiß führt, das allergieauslösend wirkt ( dies sei überhaupt noch nicht erforscht).

Um bei Kropf ( ohne Knoten) eine Größenabnahme der Schilddrüse zu erreichen,war eine Jodanreicherung effektiv,weil so die Zellzahl abnimmt.

"In Tierversuchen konnte gezeigt werden, daß unter einer Jodidsubstitution die Zellzahl signifikant reduziert wird" (Roland Gärtner 2004).

Daß man so etwas prophylaktisch macht,ist eigentlich nicht einzusehen. Irgendwann ist zu wenig Schilddrüsengewebe da.

Wer in der Schwangerschaft täglich mehr als 200µg Jod einnimmt, riskiert, daß der jodempfindliche Fötus eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt(Rudolf Hörmann,2004).

Ernährungs-Quiz- Rumpelstielzchen: Leute mit Hashimoto, aber auch mit Schilddrüsenüberfunktion und mit heißen Knoten müssen sich strikt jodarm ernähren - ohne daß man weiß, wieviel in den Lebensmitteln eigentlich steckt.



Herr Seehofer war mit cary-over falsch beraten und sollte endlich für Transparenz sorgen.



Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Hannemann

wer:
mark
wann:
3. August 2007
Bewertung:

hätte zumindest nachgefasst wie die Kennzeichnung der Enzyme und Zusatzstoffe gedacht ist, denn wenn auch im Rahmen der gesetzlichen 0,9%, dann ist es wieder nur ein Wischiwaschi... und zu Abständen, warum NUR DANN WELCHE wenn der traditionelle Nachbar sie FORDERT???, das ist doch der Anfang des großen Gentechbooms

wer:
Horst Kampfhenkel
wann:
29. Juli 2007
Bewertung:

Seehofer versteckt sich immer wieder hinter dem "gesetzlichen Schwellenwert" und meint dabei die 0,9%.

Dieser Wert gilt nur für "zufällige und technisch nicht vermeidbare" Kontamination!!! Jede andere Einmischung von Gentech muß ab der Nachweisgrenze gekennzeichnet werden!

Hierauf muß auch S&K viel deutlicher hinweisen! Sich hier hinter zu verstecken heißt, die Bürger zu belügen!

wer:
Oliver
wann:
6. Juli 2007
Bewertung:

Die Eingangsfrage war garnicht so schlecht gedacht. Doch was dann folgt, ist typisches Politikerblabla. Mehr Biss von Seiten S&K hätte vielleicht etwas mehr zutage gefördert. Warum wurde z.B. bei Antworten wie "Die Nützlichkeit des großflächigen Anbaus von Genmais ist mir bis zu diesem Zeitpunkt noch von niemandem belegt worden." nicht nachgefasst.



Insgesamt: Schwaches Interview, schön brav.

wer:
Martin Schmidt
wann:
4. Juli 2007
Bewertung:

Knallharte Fragen und energisches Nachbohren bei Herrn Seehofer stelle ich mir aber anders vor. Ich finde, dass da eine gute Chance vergeben wurde, den Herrn Minister mit seinen Allgemeinplätzen und dem Selbstlob gehörig in die Zange zu nehmen.

Man kann nur hoffen, dass dieser "Verbaucherschutzminister" zum Pateivorsitzenden gewählt wird, weil er in dieser Funktion vermutlich weniger Schaden anrichten kann.

Dieses Interview hätte auch im Goldenen Blatt stehen können!

wer:
Christine W.
wann:
30. Juni 2007
Bewertung:

Mit vielen wichtigen Aspekten wurde HS im Interview konfrontiert, die Antworten sprechen für sich. Lediglich auf eine Aussage hätte man m.E. noch mal genauer eingehen sollen: "Wenn die Notwendigkeit für größere Abstände erhärtet werden kann, kann man ja nachbessern." Ach so! Dann wird es zu spät sein! Man muss den Politikern unermüdlich klar machen, dass es hier um die akute und massive Bedrohung von Menschenrechten geht und nicht nur um Ihren Job als Politiker, (gute) Kompromisse auszuhandeln.

wer:
Barbara Levi-Wach
wann:
28. Juni 2007
Bewertung:

Schade um den Platz in Ihrem Magazin; das waren typische Politikerantworten; pures Geschwafel. —Gestohlene Zeit— Wozu noch wählen?

Lieber handeln, ich werde beim Marsch durch Deutschland mitmachen; „Genfrei gehen“

wer:
Immo Lünzer
wann:
27. Juni 2007
Bewertung:

Ein sehr interessantes & aufschlussreiches Interview. Erstaunlich, dass der Minister jetzt darauf hinweist, dass ihm die Nützlichkeit von Genmais "noch von niemanden belegt worden" sei.

Wie kann man so viel Geld & Kraft in eine Technologie stecken, deren Nutzen so fraglich ist?!

Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange, bis sich Deutschland auch von dieser nutzlosen & gefährlichen Technik verabschiedet!

wer:
Principone
wann:
25. Juni 2007
Bewertung:

katastrophe - warum hat das inteview nicht ein echter wissenschaftlicher journalist geführt... bei aller liebe aber ein ehemaliger anzeigenverkäufer kann einfach einem HS überhaupt nicht das wasser reichen... sorry dieser schuss ging voll nach hinten los. wann wird es besser gemacht? warum ausgerechnet in der mauen august ausgabe so ein prominentes interview bringen??? schwer zu verstehen... oder hat die neue chefredakteurin gemerkt, dass es im sept. nicht so gut wäre, weil dann viele stammleser wieder da sind??? diese aussagen von HS hätte man ihm nie durchgehen lassen dürfen... diese lügen werden ja auch noch geadelt in dem man es in so einer auflage druckt...SCHADE und super peinlich

wer:
G.Rechtigkeit
wann:
25. Juni 2007
Bewertung:

Als Poltiker ist Seehofer inzwischen mehr als flüssig, nämlich überflüssig.

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