Auf taz.de ist in einem Artikel über diesen Betrug noch was Skandalöses zu lesen:"Die Mitarbeiter von RoBerts Bio-Geflügel wollen den Vertrieb von Geflügel unter anderem Namen weiterführen. Und Bioland will sie dann auch wieder als Mitglied akzeptieren."
Ich finde es ist äußerst unseriös seitens Bioland die Franzsanders wieder als Mitglied zu akzeptieren! Das stellt gerade zu einer Einladung für alle Betrüger da ein super Geschäft zu machen, immerhin kostet Bio-Geflügel fast das dreifache mehr.
Die unabhängige Bio-Kontrollstelle war bei den Franzsanders voriges Jahr und "bemerkte" nichts!
Diese Betrüger sollten den Bio-Käufern den gesamten Geld zurückbezahlen! Sammelklage!
wer:
baeni
wann:
10. März 2009
Bewertung:
Klar, der Betrug ist ein Schock für alle. Wir selbst sind als Verarbeiter von RoBerts direkt betroffen und müssen nun auch mit unseren Kunden diskutieren und kriegen so manche Prügel ab, die wir nicht verdient haben.
Aber etwas "Gutes" hat es doch. Es zeigt, dass die Bio-Branche im Wachstum ist, sonst würde sich niemand die Mühe machen, hier zu betrügen.
Es zeigt, dass der Trend Bio ungebrochen ist. Und das ist gut so.
wer:
geralt
wann:
7. März 2009
Bewertung:
Selbst seit 30 Jahren Vegetarier - und immer mit Genuss! - tangiert mich auch dieser neue Fleischskandal im Grunde wenig. Mein Vertrauen in die Biobranche ist letztlich ungebrochen. Denn selbst, wenn ich einmal etwas gegessen haben sollte, das nicht Bio war, wird mich das nicht umbringen. Und letztlich werden die schwarzen Schafe bzw. Puten eben doch entdeckt.
Die Biobranche ist nicht zum ersten Mal betroffen. Das zeigt letztlich nur, wie diese Gesellschaft tickt: sobald ein Trend entstanden ist, mit dem man Geld verdienen kann, springen Halbseidene und Geldgeier auf und bringen so eine ganze Branche in Verruf.
Es zeigt aber auch, wie sehr die Menschen sich eine "saubere" Umwelt wünschen, und das ist vielleicht die wichtigste Botschaft, die von der Politik aufgegriffen werden müsste. Nur durch effektive Kontrollen kann sichergestellt werden, dass auch Bio drin ist, wo Bio draufsteht.
Aber leider ist durch das EU-Ökosiegel eher das Gegenteil passiert, Standards werden verwässert und verschlechtert, es ist eine schier unübersehbare Zahl neuer Anbieter dazu gekommen, die Kontrolleure können da beim besten Willen nicht mithalten.
Da hilft nur das, was auch schon wieder fragwürdig wird, sobald es als Schlagwort benutzt wird: Produkte aus der Region einkaufen! Wenn ich beim Biobauern "um die Ecke" einkaufe, bei dem ich auch mal den Stall besichtigen darf, weiss ich genau, was ich auf den Tisch kriege.
Im Übrigen kann ich nur sagen: Leute, probiert es mal ohne Fleisch! Abgesehen davon, dass man zur "Erzeugung" von 1 Kilo Rindfleisch 13 Kilo Getreide benötigt (!!), das, für sich gegessen, viel mehr Menschen ernähren könnte, ist für mich das Töten und die Quälerei auch biologisch gehaltener Tiere in höchstem Maße unethisch (googeln Sie mal "Besamungsbügel" oder "Kastriergerät". So was wird auch in der biologischen Tierhaltung benutzt!)
Schrot & Korn liefert für die vegetarische Alternative immer wieder tolle Rezepte, die sogar meinen Speisezettel bereichern! Danke dafür.
wer:
kerstin
wann:
13. Februar 2009
Bewertung:
ich finde es sehr schade, dass es in dieser branche überhaupt schwarze schafe gibt, doch wenn es einer der pioniere der ökologischen landwirtschaft ist, ist es um so schmerzlicher und eine satte Ohrfeige für jeden ehrlichen Biobauern und obendrein ein gefundenes Fressen für alle "gegner". ich finde es wichtig, dass die kontrollen so verändert werden, dass ein betrug schier unmöglich ist, sollte es eigentlich jetzt schon sein!!!
die familie franzsander hat nun ihr geld verdient, doch ich glaube nicht, dass sie jetzt glücklicher sind. morgens mit gutem gewissen in den spiegel zu gucken, macht sicher für viele menschen, gerade dieser branche, einen teil ihres lebensinhaltes aus und daran wird sich auch nichts ändern.