Aktuelle Meldungen vom 08.01.2001
Feinstaub aus dem Auto-Auspuff erhöht Sterberate in den Städten
Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid offenbar weniger gefährlich
Ein hoher Staubgehalt in der Luft erhöht die Sterberate in Großstädten. Besonders gesundheitsschädlich sind mikroskopisch kleine Feinstäube, sogenannte Partikelemissionen "PM10", mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer: Während gröbere Teilchen im oberen Teil der Atemwege herausgefiltert werden, gelangt der Feinstaub direkt in die Lunge und kann dort entzündliche Reaktionen auslösen. Der Feinstaub stammt vor allem aus dem Straßenverkehr. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der School of Hygiene and Public Health an der John Hopkins University in Baltimore im Rahmen einer jetzt im New England Journal of Medicine (Vol. 343, No. 24) veröffentlichten Studie.
Die Forscher hatten von 1987 bis 1994 in 20 amerikanischen Großstädten die Auswirkungen der Luftschadstoffe Ozon, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und von Feinstäuben auf die Sterberate ermittelt. Sie erhoben die tägliche Zahl der Todesfälle aus den Sterberegistern und schlossen Personen, die nur zeitweise in den analysierten Städten lebten und Sterbefälle durch äußere Ursachen, wie Unfälle, aus. Die einzelnen Todesfälle wurden anschließend nach Altersgruppen und Todesursache näher aufgeschlüsselt und mögliche Auswirkungen kritischer Wetterlagen und anderer Umweltschadstoffe auf die Sterberaten berücksichtigt.
Auch für einen Zusammenhang zwischen hoher Ozonbelastung und einer Zunahme der Todesfälle im Sommer fanden die Forscher Anhaltspunkte. Für die Luftschadstoffe Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid konnte dagegen kein direkter Zusammenhang mit der Sterberate nachgewiesen werden . (Quelle: Bild der Wissenschaft online)
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