Aktuelle Meldungen vom 14.05.2001
Lebensmittelhersteller lieben Kinder - als Zielgruppe ihrer Werbung
Kinder entscheiden, was in den Kühlschrank kommt
Ständig neue und ansprechende Verpackungen, Zugaben zum eigentlichen Produkt wie Sammelbilder, Plastikfigürchen, Spiele auf der Packungsinnenseite und Cerealien in Tigerentenform machen Kinder darauf neugierig und bedrängen ihre Eltern beim Einkauf. Die Lebensmittelhersteller sprühen geradezu vor Ideen, sich bei den Kindern beliebt zu machen, so Birgit Junghans, Ernährungswissenschaftlerin des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen. Welche Mutter oder welcher Vater kennt nicht die ständigen Bitten der Kinder, dieses, oder jenes, aber doch wenigstens den dritten Vorschlag des Sprösslings endlich in den Einkaufswagen zu packen. Ja, und wenn man schon fünf Mal standhaft geblieben ist, so muss man beim sechsten Mal doch einverstanden sein, man kann ja nicht immer "nein" sagen. Zumal dann, wenn die Kids vor den Augen der anderen Kunden in völlig verzweifelte Tränen ausbrechen. Besonders bei Müslis und Frühstücksflocken, Milchprodukten und Süßigkeiten entscheiden die Kinder über den Kauf. Junghans, Mutter von zwei Kindern, kennt nur einen Rat: Werbefernsehen sofort ausschalten und Kinder für die Zeit des Einkaufs bei der Oma lassen.
- "Kinderlebensmittel" führen in die Irre
- Gute Ernährung macht Kinder intelligent
- Müsliriegel und Kinderschnitten als Pausenbrot ungeeignet
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