Aktuelle Meldungen vom 20.07.2001
"Leichte Schultüte" ist für I-Dötze besser als fettige Kinderriegel
... , denn "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"
Jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge ist zu dick! Bei diesen Zahlen kann der Inhalt der Schultüte von heute nicht mehr so hochkalorisch sein wie er einst vielleicht mal war, so Ines Drewe heute vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik. Die Schultüte sollte Dinge enthalten, die für den Schulanfang nützlich sind. So wird ein Malkasten, Pinsel oder sonstige Stifte und bunte Brotdosen für das gesunde Schulbrot nach einiger Zeit in der Schule ohnehin gebraucht, und sie füllen die Tüte - quasi ohne Mehrkosten.
Hörspielkassetten und kleine Spiele sind weitere Möglichkeiten den Platz für Süßes zu reduzieren. Die Süßigkeiten sollten möglichst wenig Kalorien haben - und vor allem wenig Fett. So schlägt ein handelsüblicher Schokoladenriegel von ungefähr 60 Gramm mit zwölf bis siebzehn Gramm Fett wesentlich mehr zu B(a)uche als die selbe Menge Gummibären, die gar kein Fett enthalten, so Drewe. Ernährungsmedizinisch wäre allerdings ein zuckerfreier Müsliriegel, der Power gibt, dem "Schlappfood"-Gummibären vorzuziehen, so Drewe.
Gerade Kinder, die schon pummelig sind, laufen Gefahr ihre Angst vor lästernden neuen Mitschülern mit der Schultüte als Trostpflaster zu bekämpfen. Der Schulanfang ist für alle Kinder ein Neuanfang. So appellieren die Mitarbeiter des DIET an die Eltern schon vor Schulbeginn, langsam ein neues Essverhalten einzuläuten und ihren Kindern lieber ein kleines Stofftier, welches sie an die Schultasche hängen können, in die Schultüte zu stecken als Schokolade. Das Stofftier ist auch einen kleiner "süßer" Begleiter, der allerdings viel langlebiger ist als Schokolade und Co.
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