Aktuelle Meldungen vom 01.07.2002
Stadtwerke Düsseldorf werfen Rosenmontag 100 Prozent fair gehandelte "Kamelle"
Kampagne "Jecke Fairsuchung" verzeichnet
ihren ersten Erfolg
Die Kampagne "Jecke Fairsuchung" verzeichnet ihren ersten Erfolg: Die um. "Knapp eine Tonne haben wir schon in Düsseldorf erreicht, jetzt ist erst mal Köln dran!" berichtete Koordinator Stefan Kreutzberger anlässlich der Pressekonferenz zum Start der Kampagne "Jecke Fairsuchung" auf der Inter Karneval 2002 in der Kölner Messe. Als erste große Firma der Region hatten die Stadtwerke Düsseldorf dieser Tage das gesamte Wurfmaterial für ihren Motivwagen auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug 2003 über die Kampagne bestellt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die besonders gute Qualität und der Geschmack der biologisch angebauten und fair gehandelten Schokoladenprodukte und die Unterstützung von sozialen Projekten in den Erzeugerländern.
Die Idee zu den "Fairen Kamelle" entstand bereits vor zwei Jahren im Themenkreis "Köln in globaler Partnerschaft" der lokalen Agenda 21. Nach ersten erfolgreichen Versuchen in der Session 2002 fiel nun endgültig der Startschuss zur Kampagne "Jecke Fairsuchung", die zum festen Bestandteil des rheinischen Karnevals werden will.
Ziel der von den Fairhandelshäusern und dem Verein KölnAgenda unterstützten Aktion ist es, dass insgesamt 10 Prozent des Wurfmaterials der Karnevalsvereine und Schulen aus fairem Handel stammen soll. Für die Session 2003 sollen es erstmalig 10 Tonnen sein. Hierzu wurde ein Wettbewerb der rheinischen Städte ausgerufen: "Wer zuerst das 10-Prozent-Ziel erreicht, soll den Titel "Faire Karnevalshochburg" tragen" verkündete Kreutzberger.
Barbara Schimmelpfennig von dem Fairhandelshaus gepa und
Martin Klupsch vom Weltladenzentrum Bonn präsentierten
die extra produzierten und verpackten "Wurfgeschosse":
Bio-Schokoladentäfelchen, Schokopopriegel, Sesam- und
Waffelschnitten, Cashew-Nüsse, Mangostreifen und die
Alternative zum Gummibärchen: Getrocknetes Guayabano-Fruchtmark
aus den Philippinen. Sie stellten zwei beispielhafte Projekte
vor, denen unmittelbar durch den Einkauf des fairen Wurfmaterials
geholfen wird: Das Kinderhilfsprojekt Preda, das auf den
Philippinen gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern kämpft
und die Organisation El Ceibo aus Bolivien, die als Zusammenschluss
von 700 Kleinbauern seit Jahren erfolgreich hochwertigen
Bio-Kakao produziert.
Unterstützt wird die "Jecke Fairsuchung"
auch von der Verbraucherzentrale NRW, der Siegelorganisation
Transfair und der Landeskampagne "Wir handeln fair.NRW".
Als eingefleischter Karnevalist und Fürsprecher des fairen Handels konnte Jean Pütz als Schirmherr der Kampagne gewonnen werden. Gemeinsam mit der Künstlerin Aida und ihren kubanischen "Salsamariechen" fand dann die erste Wurfprobe in der Messehalle statt. Die fairen Kamelle flogen weit von der Showbühne ins jecke Publikum. Die Feuertaufe haben sie damit bestanden. Nun kommt es entscheidend darauf an, dass auch die etablierten Karnevalsgesellschaften in den Hochburgen des rheinischen Frohsinns sich zu Fairness, Qualität und internationaler Verantwortung engagieren.
- Fair gehandelte Produkte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit
- Bio fair-bindet (Schrot & Korn 4/2002)
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