Aktuelle Meldungen vom 04.03.2004
Ernste Gesundheitsrisiken durch Gen-Mais?
Norwegischer Forscher schlägt Alarm
Auf der philippinischen Insel Mindanao litten 39 Einwohner eines Dorfes, das von Maisfeldern eingeschlossen ist, an Atemwegserkrankungen. Das geschah während der Pollen-Saison des auf den Feldern angebauten Bt-Mais (Bacillus thurginesis) der Firma Monsanto. Als die Betroffenen das Dorf verließen, besserte sich die Krankheit, um sich wieder zu verschlimmern, als sie zurückkehrten.
Terje Traavik, norwegischer Wissenschaftler, Prof an der Uni Tromsö, Direktor des Norwegischen Instituts für Gen-Ökologie fand bei Untersuchungen den intakten Viruspromoter aus dem Bt-Mais in ihrem Blut. Für den Wissenschaftler ist die Krankheit der Bauern eine direkte Immun-Reaktion auf den Bt-Mais; drei Antikörper auf die im Bt-Mais vorhandenen Pestizid-Toxine seien erhöht gewesen.
Monsanto und die philippinische Regierung bestreiten das alles. Es sei "höchst unwahrscheinlich", dass ein begrenzter Anbau (kommerziell seit einem Jahr und auf immerhin 12.000 Hektar) zu solchen Immunreaktionen führen könne.
Traavik sagt, es seien weitere Untersuchungen nötig. Die Dimension der Gefahr allerdings habe ihn veranlasst, schon zu so einem frühen Stadium an die Öffentlichkeit zu gehen. (Quelle: Sydney Morning Herald)
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