Aktuelle Meldungen vom 23.05.2005
Durch Akupunktur zum Nichtraucher
Welt-Nichtrauchertag setzt sich für eine rauchfreie Umwelt ein
Rauchen ist eine Sucht, die allein in Deutschland rund 140.000 Menschen pro Jahr das Leben kostet. Um von den schädlichen Glimmstängeln loszukommen, brauchen die meisten Menschen professionelle Hilfe. Das Motto des diesjährigen Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2005 macht deutlich, dass es Profis gibt, die bei der Rauch-Entwöhnung helfen.
So verweist Christian Kuhlmann, TCM-Chefarzt am Radevormwalder Johanniter-Krankenhaus, in diesem Zusammenhang auf die Wirksamkeit von Akupunktur bei der Behandlung der Nikotinsucht.
In Deutschland rauchen rund 20 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Zigarettenrauchen führt bei uns jährlich zu mehr Todesfällen als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Etwa 380 Personen pro Tag sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums. "Eindeutig zu viele", findet Christian Kuhlmann und stellt sich klar hinter den Aufruf der Deutschen Krebshilfe und des Aktionsbündnisses Nichtrauchen, sich vertrauensvoll an die Angehörigen der Gesundheitsberufe zu wenden. "Schluss mit süchtig! - Wir helfen Rauchern. Die Gesundheitsberufe.", so der Appell an alle Raucher zum diesjährigen Welt- Nichtrauchertag.
"Auf dem Weg zu einem rauchfreien Leben kann Akupunktur
eine wertvolle Unterstützung sein, denn sie vermindert
beim Raucher die Gier nach der Zigarette und mildert die Entzugserscheinungen",
betont TCM-Experte Kuhlmann. Oft reichen schon wenige Sitzungen,
um das Verlangen nach der Zigarette zu unterdrücken.
Unangenehme Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit oder Aggressivität
träten bei dieser Methode deutlich seltener auf. "Allerdings",
fügt er ergänzend hinzu, "ist das entscheidende
Erfolgskriterium der Methode, dass der Betroffene aus eigenen
Antrieb aufhören will." Unter dieser Vorraussetzung
schaffen es etwa die Hälfte der Behandelten, sich mit
Hilfe gezielter Nadelstiche das Rauchen abzugewöhnen.
Dabei werden die Nadeln in die sogenannten "Suchtpunkte"
gestochen. Sie liegen am Ohr und sind auch Bestandteil der
Körperakupunktur. "Dadurch wird das Suchtzentrum
im Gehirn angesprochen, der Wunsch zu rauchen unterdrückt",
erklärt Christian Kuhlmann. Und obwohl die Krankenkassen
die Behandlung der Nikotinsucht mittels Akupunktur nicht bezahlen,
rentiert sich die Investition schnell. Denn durch den Wegfall
der Kosten für Zigarettenfallen die Kosten kaum ins Gewicht.
Kuhlmann: "Und der Gewinn für die Gesundheit ist
sowieso unbezahlbar."
Das Krankenhaus im Oberbergischen Radevormwald existiert bereits seit über 100 Jahren und wurde 1955 in die Trägerschaft des Johanniterordens übernommen. Die am südwestlichen Rand der Innenstadt erbaute Klinik ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung und betreut jährlich rund 4.500 stationäre Patienten. Neben den Abteilungen für Chirurgie, Anästhesie und Innere Medizin beherbergt das Johanniter-Krankenhaus die fachlichen Spezialabteilungen Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESA) und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Darüber hinaus bietet die Klinik zur Rehabilitation und als vorbeugende Maßnahmen auch physikalische Therapien und Krankengymnastik an. Eine interdisziplinäre Intensivstation mit sechs Betten sowie Labor, EKG, Lungenfunktion, Ultraschall und die Röntgenabteilung ergänzen das Leistungsspektrum des Hauses.
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