Aktuelle Meldungen vom 16.06.2005
Anthroposophische Therapien haben Erfolg
Wirksamkeit in unabhängiger Studie bestätigt
Erstmals hat eine unabhängige, von Krankenkassen finanzierte Studie die Wirksamkeit anthroposophischer Therapien bei chronischen Erkrankungen bestätigt. Die untersuchten Patienten erfuhren eine Verbesserung chronischer Krankheitsbeschwerden und gesundheitsbezogener Lebensqualität, die langfristig anhielt.
Gleichzeitig waren die Behandlungskosten mit diesen Methoden niedriger als mit schulmedizinischen Therapien. Die Anthroposophische Medizin Outcomes-Studie (AMOS) wurde vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité CCM, Humboldt-Universität, Berlin in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie e.V., Freiburg/Bad Krozingen durchgeführt. Die Innungskrankenkasse Hamburg finanzierte die Studie mit zusätzlicher Förderung durch die Deutsche BKK und die Betriebskrankenkasse des Bundesverkehrsministeriums.
Die häufigsten Beschwerden der 898 in diese prospektive Kohortenstudie eingebundenen Patienten waren psychischer Art (wie Depressionen, Angststörungen und Hyperaktivität), Erkrankungen der Wirbelsäule, Asthma, Kopfschmerzen oder chronische Sinusitis (Schnupfen). Die Erkrankungen bestanden im Durchschnitt seit drei Jahren. Die behandelnden Ärzte verordneten Heileurythmie, Kunsttherapie, Rhythmische Massagen oder Anthroposophische Arzneimittel. Nach sechs Monaten verzeichneten die Ärzte eine signifikante Verbesserung der Symptome. 86 % der Patienten beschrieben die Wirksamkeit der Therapie als gut oder sehr gut. Die verbesserte Lebensqualität hielt langfristig an. Gleichzeitig waren die Behandlungskosten durch die verringerten Klinikaufenthalte gesenkt.
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