Aktuelle Meldungen vom 30.06.2005
Stempel auch auf Eiern vom Wochenmarkt
Kontrollen angekündigt
"Mit den Ausnahmen ist es jetzt vorbei - ab sofort müssen auch Eier, die auf dem Wochenmarkt verkauft werden, den EU-einheitlichen Eierstempel tragen".
Das sagt Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk in München. Seit dem 01.01.2004 gilt die europäische einheitliche Eierkennzeichnung. Jedes Ei trägt als "Visitenkarte" einen Stempel. Durch die darauf angegebene Zahlenfolge kann jeder Verbraucher nachvollziehen, woher sein Frühstücksei stammt und unter welchen Verhältnissen das passende Huhn dazu lebt. Der Stempel auf der Schale ist dreiteilig, z.B.: 0 - DE - 654321. Vor allem die erste Ziffer ist für den Tierschutz relevant. Sie steht für die Haltungsform der Legehennen:
0 steht für ökologische Erzeugung,
1 für Freilandhaltung,
2 für Bodenhaltung,
3 für Käfighaltung.
Das Deutsche Tierhilfswerk hat vergangenes Jahr nach Einführung
des Eier-Stempels einen bundesweiten Eiertest durchgeführt.
Das Resultat war erfreulicherweise sehr positiv, nur ca. 2%
der mehr als 1.000 untersuchten Eier waren falsch gekennzeichnet.
Mit einer speziellen UV-Lampe wurden die Eier auf Gitterspuren
untersucht, welche normalerweise nur bei Käfighaltung
auftreten. Bei dieser Haltungsform drücken sich die Fallgitter
in die noch weiche Eierschale (Kutikula) und verursachen kleine
Verletzungen, die unter UV-Licht sichtbar werden.
"Wir werden in den nächsten Monaten verstärkt
Wochenmärkte unter die Lupe nehmen, um zu kontrollieren,
ob die neue Bestimmung auch umgesetzt wird", so Judith
Schmalzl von der DTHW-Geschäftsstelle in München.
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