Aktuelle Meldungen vom 06.03.2006
"Rauchen ist kein Kavaliersdelikt"
3.300 Tote pro Jahr in Deutschland durch Passivrauchen
Nach vorsichtigen Berechnungen einer neuen Studie sterben jährlich in Deutschland rund 3.300 Nichtraucher am Tabakqualm rauchender Mitmenschen. Prof. Dr. med. Ulrich Keil, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, betont, dass diese Zahl noch "eher zu niedrig gegriffen" sei.
In die Berechnung seien nur Passivraucher einbezogen worden, die zuhause mitqualmenmüssen und nicht etwa Menschen, denen dies am Arbeitsplatz zugemutet wird. Keil will im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau"nicht unnötig beunruhigen: Wer einmal wöchentlich bei einem Kneipenbesuch Zigarettenrauch einatmet, habe kein statistisch nachweisbar erhöhtes Risiko. Beschäftigte in Gaststätten sind die Leidtragenden. Neben den vielen Todesfällen sei Passivrauchen auch für zahlreiche chronische Erkrankungen mitverantwortlich. Keil: "Rauchen in der Öffentlichkeit kann damit nicht länger als Kavaliersdelikt gelten."
- Nichtraucherzonen schützen nicht vor dem Passivrauchen
- Passivrauchen gefährlicher als angenommen
- Passivrauchen als extreme Gefahr
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