Aktuelle Meldungen vom 06.04.2006
Akupunktur lindert Tinnitus-Beschwerden
Verein gibt Tipps
Dauerhafte Ohrgeräusche sind für viele Betroffene eine Qual. Da sie meist subjektiv, d.h. nicht messbar sind, werden sie oft als nicht behandelbar hingenommen. Doch Akupunktur ist eine wirksame Methode zur Linderung, wie die DAAAM, die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V., hervorhebt.
Wer schon einmal unter störenden Ohrgeräuschen litt, und sei es nur für kurze Zeit nach einem Discobesuch oder infolge von Stress, kann nachempfinden, welche Belastung ein dauerhafter Tinnitus sein kann. Anhaltende Ohrgeräusche, medizinisch Tinnitus genannt, sind für viele Betroffene eine reine Qual. Sie treten in zahlreichen Varianten auf und sind häufig kaum zu therapieren. Die Stärke reicht vom kaum wahrnehmbaren leisen Ton bis zu stärksten Impulsen, die sich u.a. als Sausen, Brummen, Rauschen, Klingen, Zischen, Klopfen und Pfeifen bemerkbar machen. Sie treten anhaltend oder in regelmäßigen Abständen, in Anfällen oder zunehmend auf und lassen sich in der Mehrzahl der Fälle nicht messen oder darstellen.
Traditionell-chinesische Akupunktur lindert die Symptome nachweisbar, wie eine aktuelle Studie der englischen Universität York belegt. Die Forscher therapierten sechs Tinnitus-Patienten mit je zehn Akupunktursitzungen. Per Fragebogen wurden die Teilnehmer zu Lautstärke, Tonhöhe, Wachstunden und Schlafqualität befragt. In allen Bereichen konnten nach der Akupunkturbehandlung bessere Bewertungen erzielt werden. Damit stieg die Lebensqualität der Patienten stark an.
Wie funktioniert Akupunktur?
Die traditionell-chinesische Akupunktur hat zum Ziel, den Fluss von Energieströmen (Qi) im Körper zu bessern oder wiederherzustellen. Krankheiten sind demnach spezifische Ausdrücke bestimmter Blockaden des frei fließenden Qi.
Im Rahmen der Yorker Studie entdeckten die Forscher bei allen sechs Tinnitus-Patienten einen gestörten Fluss des Leber-Qi und eine Nierenschwäche, weshalb sie beidseitig Leber- und Nierenpunkte zur Nadelung auswählten. Die Nadeln blieben rund 20 Minuten berührungsfrei am gewählten Punkt und wurden dann wieder entfernt.
Wer bietet die alternativmedizinische Tinnitus-Behandlung an?
Menschen mit Tinnitus-Beschwerden haben nicht selten einen Arzt-Marathon hinter sich und dennoch kaum Hoffnung auf Linderung ihrer Symptome. Dass Akupunktur neben vielen anderen Einsatzgebieten auch gegen die Qual im Kopf helfen kann, darauf möchte die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. (DAAAM) anlässlich der aktuellen Studie noch einmal ausdrücklich hinweisen:
"Die traditionelle chinesische Akupunktur ist für die Tinnitus-Therapie bestens geeignet. Neben der dauerhaften Belastung durch die störenden Ohrgeräusche haben Betroffene oftmals das Gefühl, nichts dagegen unternehmen zu können. Doch die Akupunktur setzt gerade da an, wo die Grenzen der heutigen Medizin liegen" erklärt Dr. Bernd Ramme, Pressesprecher der DAAAM. "Die Akupunktur-Ärzte der DAAAM sind bestens ausgebildet, um Beschwerden wie z.B. störende Ohrgeräusche mit der jeweils richtigen Akupunktur-Methode zu behandeln", so der Experte weiter.
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Die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. (DAAAM), ein Zusammenschluss von mehr als 13.000 ausgebildeten Akupunkteuren, bietet im Internet laienverständliche Informationen und eine Arztsuche an, mit der man einen Akupunkturarzt nach Postleitzahl suchen kann: www.akupunktur-arzt.de/patient/arztliste.php
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