Aktuelle Meldungen vom 12.07.2007
Obst und Gemüse schützen vor Krebs
Bio-Lebensmittel besonders gut fürs Herz
Einige Studien der letzten Jahre ergaben, dass kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Entstehung von bestimmten Kebserkrankungen besteht. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Außerdem fanden US-Forscher heraus, dass Bio-Tomaten besonders gut vor Herzerkrankungen schützen.
Was Ernährung mit Krebserkrankungen zu tun hat, wird derzeit in der großen europäischen EPIC-Studie zusammengetragen. Bei Brust- und Prostatakrebs scheint die Ernährung tatsächlich nicht so dominant zur Prävention beizutragen, wie bei anderen Tumorarten. Wahrscheinlich spielen dort hormonabhängige Faktoren eine größere Rolle als die Ernährung.
Deutliche Schutzeffekte durch den regelmäßigen Verzehr von Gemüse und Obst gibt es dagegen bei Magen-, Darm- und Lungenkrebs. Auch bei Karzinomen der Eierstöcke, Blase und Nieren zeigen sich vorbeugende Effekte. Beispielsweise sinkt das Risiko für Lungenkrebs durch die Zufuhr von durchschnittlich 500 Gramm Obst am Tag um circa 45 Prozent.
Der Verzehr von 34 Gramm Ballaststoffen am Tag vermindert die Gefahr für Dickdarmkrebs um 40 Prozent. Die positiven Effekte beruhen unter anderem auf der Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe (SPS), die aber erst zusammen mit Vitaminen und Mineralstoffen ihre synergistischen Wechselwirkungen entfalten. Ferner scheint sich zu bestätigen, dass die Zufuhr einer großen Sortenvielfalt wichtig ist, da Obst und Gemüse unterschiedliche SPS enthalten. Vermutlich spielen auch Erntezeitpunkt, Lagerdauer und Zubereitungsart eine Rolle für die Wirksamkeit. (Quelle: UGB)
Wirkung von Bio-Tomaten untersucht
Forscher der University of California fanden heraus, dass biologisch
angebautes Obst und Gemüse gesünder ist als konventionell
angebautes. Für eine Zehnjahresstudie verglichen sie zum Beispiel
Bio-Tomaten mit herkömmlichen. Das Ergebnis: Bio-Tomaten enthalten
doppelt so viel Flavonoide. Diese Antioxidantien verringern hohen
Blutdruck und das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen.
Die Wissenschaftler fanden in getrockneten Tomatenproben, die aus
einer Langzeitstudie über landwirtschaftlichen Anbau stammten,
in Bio-Tomaten einmal 79 und einmal 97 Prozent mehr Flavonoide.
Der Grund: kein Kunstdünger in der Erde. Die Forscher gehen
davon aus, dass die geringeren Flavonoidwerte in konventioneller
Ware auf eine Überdüngung zurückzuführen sind.
Flavonoide werden übrigens auch mit einem selteneren Auftreten
bestimmter Arten von Krebs und Demenz in Zusammenhang gebracht.
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