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Aktuelle Meldungen vom 30.11.2007

Innovationen brauchen keine patentierten Pflanzen

BÖLW bei der Anhörung zum Gentechnikgesetz

Auf der Anhörung zum Gentechnik-Gesetz stellte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, den Abgeordneten des Agrarausschusses dar: "Statt das bestehende Gesetz zu verbessern, läutet der neue Entwurf das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft ein."

Löwenstein verwies auf zwei innovative Erfolge, die mit herkömmlichen Züchtungsmethoden erzielt wurden: Die Firma AVEBE züchtete eine Kartoffel, die nur eine Stärkefraktion aufweist und damit besser zu verarbeiten ist. Der Saaten-Union gelang die Züchtung einer Maissorte, die gegen den Wurzelbohrer resistent ist. "Das zeigt, dass die BASF-Gentechnik-Kartoffel ebenso wenig gebraucht wird, wie genmanipulierte Maispflanzen, die bislang als einzige Alternative zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers dargestellt wurden."

Aus wirtschaftlicher Sicht sei es deshalb unvernünftig, stabile und bewährte Anbausysteme einer Risikotechnologie ohne Marktakzeptanz zu opfern. Hinzu komme, dass die Pflanzenbiotechnologie mit 20 Unternehmen und etwa 500 Beschäftigten 160.000 Arbeitsplätze allein in der Biolebensmittelbranche gefährde. Löwenstein verwies darauf, dass die Agro-Gentechnik dem positiven Image deutscher Lebensmittel im Ausland und damit dem Wachstum und der Beschäftigung im Agrarsektor schade.

Nachbesserungen fordert der Gentechnikexperte des BÖLW Peter Röhrig: "Alle Änderungen des Gesetzes untergraben den Schutz der gentechnikfreien Produktion. Die Haftung deckt die tatsächlichen Schadensfälle nicht ab. Die Kosten der Koexistenz werden weiterhin denen angelastet, die die Gentechnik nicht wollen, und die unzureichenden Auflagen für Gentechnik-Anbauer lassen eine schleichende Verunreinigung mit GVO zu."

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