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Aktuelle Meldungen vom 02.03.2008

Nur geringe Genspuren gefunden

Kontroll-Ergebnisse für 2007 vorgelegt

Im Jahr 2007 wurden insgesamt 686 Lebensmittelproben auf gentechnische Veränderungen untersucht. In 87 Fällen (= 13 %) gab es positive Befunde. Schwerpunkte der Untersuchungen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Freiburg waren Soja, Mais, Reis und Raps.

Nicht zugelassener gentechnisch veränderter (gv) Reis wurde in zwei Proben von Reisnudeln chinesischer Herkunft festgestellt. Allerdings waren dies die einzigen positiven Befunde bei insgesamt 172 untersuchten Reisproben. Insbesondere bei Langkornreis gab es im Gegensatz zu 2006 keine positiven Proben mehr.

Die stichprobenartige Untersuchung von Kartoffel-, Tomaten- und Zuckerrübenprodukten sowie von Zucchini und Papaya auf nicht zugelassene gv Bestandteile führte jeweils zu negativen Resultaten.

Als "genetisch verändert" gekennzeichnete Produkte sind weiterhin praktisch nicht am Markt anzutreffen. Die Untersuchungsergebnisse lieferten kaum Anhaltspunkte, dass dies zu Unrecht der Fall ist: Verunreinigungen durch Bestandteile zugelassener gv Pflanzen gab es vor allem bei Sojaerzeugnissen (70 von 181 Sojaproben = 39 %), allerdings wurde der Kennzeichnungsgrenzwert von 0,9 % in keinem Fall überschritten (maximal 0,85 %). Bei einem Sojalecithin eines Schokoladenherstellers konnte dies anhand der Analysen nicht sicher ausgeschlossen werden, daher wurden weitere Ermittlungen zur Rückverfolgung bis zum Rohstoff erforderlich.

Nur neun von 174 Maisproben (= 5 %) waren positiv; nachgewiesen wurden jeweils geringe Verunreinigungen durch zugelassene gv Maislinien. Ausnahmslos nicht nachweisbar war gv-Raps in Rapssaat und Rapsölen (58 Proben); Rapshonige kandischer Herkunft enthielten im Pollen sowie Speisesenf als botanische Verunreinigung Bestandteile von gv-Raps, diese fallen jedoch nicht unter die Kennzeichnungspflicht.

"Ohne Gentechnik"- bisher kaum von Bedeutung

Aufgrund der strengen gesetzlichen Auflagen wurden auch 2007 nur sehr wenige Produkte (Tofu und weitere Sojaprodukte) mit dem Hinweis "ohne Gentechnik" beworben.

Zwar enthielt immerhin ein gutes Drittel der Proben (acht von 22) Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Soja, zumeist handelte es sich um Spuren unter 0,05 %, die auch bei Lebensmitteln "ohne Gentechnik" als technisch unvermeidbar angesehen werden. (Quelle: Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg)

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