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Aktuelle Meldungen vom 30.03.2008

Protest gegen Gen-Weizen

130 Verbände und Unternehmen sind aktiv

Zahlreiche Verbände und Unternehmen haben beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin Einwand erhoben gegen die geplanten Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Weizen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Dem Bündnis gehören über 130 Landwirtschafts-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie Züchter, Saatguterzeuger, Mühlen, Bäckereien und andere Verarbeitungsunternehmen an.

"Die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen ist riskant, unsinnig und wirtschaftlich fatal. Wir fordern Bundesminister Seehofer und das ihm unterstellte BVL auf, dieser Freisetzung keine Genehmigung zu erteilen und die Experimente der Gentechnikindustrie unter einem vorgeschobenen wissenschaftlichen Deckmantel zu stoppen", begründete Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) den gemeinsamen Protest.

Beantragt haben die Freisetzung Wissenschaftler der Universität Rostock. In den Gentechnik-Weizen wurde ein Gen eingebaut, das zur Produktion eines so bezeichneten "Killerproteins" führen und die Übertragung der Pilzkrankheit Weizenflugbrand unterbinden soll. Die Einwender befürchten, dass sich das manipulierte Erbgut in die Nahrungskette ausbreitet. Die gesundheitlichen Auswirkungen des gentechnisch veränderten Weizens seien nicht überprüft worden, bemängeln sie. "Der Gentechnikweizen ist darüber hinaus unsinnig, weil in der konventionellen und ökologischen Weizenzüchtung genügend traditionelle Handelssorten bestehen, die gegen Weizenflugbrand resistent sind", fügt Annemarie Volling hinzu.

Zusätzlich haben 7.000 Menschen mit Hilfe einer Mustereinwendung gegen den geplanten Freisetzungsversuch protestiert. Die Einwendungsfrist endete in der Woche nach Ostern. Nun muss das BVL über den Antrag entscheiden. Bis dahin können über die Seiten des Umweltinstituts München Protestmails an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer verschickt werden. 4.500 sind schon angekommen.

Mehr zum Thema

  • www.genfoodneindanke.de
  • Online protestieren kann man hier
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