Aktuelle Meldungen vom 24.07.2008
Schadstoffe in Kinderturnschuhen
Ökotest untersucht auch Toastbrot
Zerschlissen, durchlöchert, herausgewachsen: Kurz und heftig ist das Leben von Kinderturnschuhen. Dummerweise sind auch die Treter selbst oft viel zu kurz geraten, wie eine aktuelle Untersuchung des Frankfurter Ökotest-Magazins ergab. In Sachen Schadstoffbelastung haben viele Testprodukte ebenfalls katastrophal abgeschnitten.
Erschreckend, wie viel Pfusch betrieben wird: Viele Marken waren schlichtweg zu kurz, als sie von den beauftragten Laboren auf ihre Passgenauigkeit geprüft wurden. Bekanntlich können Kinder beim Anprobieren noch gar nicht selbst einschätzen, ob der Schuh passt oder nicht. Die Eltern sind also auf die Angaben der Hersteller angewiesen - und können sich häufig nicht darauf verlassen. Experten warnen, dass sich unpassende Schuhe negativ auf die Fußgesundheit und das Laufen auswirken können. Umso unverständlicher, dass die EU bis heute noch nicht einmal Normen für Schuhgrößen festgelegt hat.
Ganz trüb fiel der Schadstofftest aus, bei dem sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der Turnschuhe Schadstoffe in rauen Mengen gefunden wurden - angefangen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen über giftige zinnorganische Verbindungen bis hin zu problematischen Weichmachern, die in Babyspielzeug bereits reglementiert wurden. Den Vogel schoss die Kultmarke Geox ab: In dem untersuchten Modell wurden verbotene aromatische Amine gefunden - und zwar in einer Größenordnung, die weit über dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Der Schuh ist demzufolge nicht verkehrsfähig.
Toastbrote: Achtung Schimmel
Ein weiterer Test: Kein einziges Toastbrot war bei der Untersuchung von ÖKO-Test ohne Fehl und Tadel: Gut ein Drittel der Testprodukte bekam immerhin die Note "gut", von einigen Marken müssen die Tester aber abraten. Sie stecken voller Schadstoffe und wiesen teilweise schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sichtbaren Schimmel auf. Insgesamt wurden 24 verschiedene Sorten untersucht - darunter sechs Bio-Brote.
Fast alle konventionellen Brote enthalten Zusatzstoffe. Mit dem krebserregenden Acrylamid hatten einige Sorten ihre Probleme, als sie im Labor vorschriftsmäßig getoastet wurden. Auch für den Konsumenten unsichtbare, aber dennoch gesundheitlich bedenkliche Schimmelpilzgifte wurden in diversen Marken nachgewiesen. Von sichtbarem Schimmelbefall waren dagegen vor allem die Bio-Produkte betroffen. Wahrscheinliche Ursache: Die Bio-Toasts werden - anders als konventionelle Marken - häufig mit Frischeprodukten wie Milch, Obst und Gemüse transportiert. Wenn die Verpackung auch nur geringfügig beschädigt ist, kann sich Feuchtigkeit - und in der Folge Schimmel bilden.
Die Toastbrote mussten sich im übrigen auch einer strengen sensorischen Kontrolle unterziehen. Nur das Golden Toast Vollkorn Toast bekam bei dieser Untersuchung die volle Punktzahl. Alle anderen Marken wiesen kleinere oder größere sensorische Mängel auf.
Die kompletten Testergebnisse stehen in der aktuellen August-Ausgabe des Ökotest-Magazins. Das Heft erscheint am 25. Juli 2008.
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