Aktuelle Meldungen vom 05.08.2008
Froschschenkel und Stopfleber angeprangert
"Kulinarische Köstlichkeiten" sind tierquälerische Produkte
Barbara Rütting, bayerische Landtagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen im bayerischen Landtag und engagierte Tierschützerin hat auf dem Welt-Vegetarier-Kongress in Dresden Frankreichs Präsident Sarkozy aufgefordert, seine für das Jahr 2009 geplante Bewerbung, die französische Küche als Weltkulturerbe bei der Unesco anzuerkennen, zu unterlassen.
Barbara Rütting erklärte: " Die extrem tierquälerischen und unter grausamen Bedingungen erzeugten Produkte der französischen Küche wie Gänse- oder Entenstopfleber zum Kulturerbe zu erheben, ist ein Skandal." Die Politikerin forderte weiter, Präsident Sarkozy solle auch den Stierkampf in Frankreich endlich verbieten. Barbara Rütting erinnerte an Sarkozys Vorgänger Jacques Chirac, der an den damaligen zukünftigen spanischen Ministerpräsidenten José Maria Aznar während eines Dinners folgende Worte richtete: "Ich weiß nicht, ob Sie einmal Ministerpräsident Ihres Landes sein werden, aber ich hoffe, dass Sie dann diese barbarische Kunst, die Sie Corrida nennen, beenden werden."
Der 38. Welt-Vegetarier-Kongress fand erstmals nach genau 100 Jahren (nach dem ersten World Vegetarian Congress im Jahre 1908) wieder in Dresden statt. Er wurde vom VEBU zusammen mit der Europäischen Vegetarier Union (EVU) und der Internationalen Vegetarier Union (IVU) veranstaltet und behandelte in rund 100 Vorträgen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen viele Aspekte des "fleischlos glücklichen" Lebensstils.
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