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Aktuelle Meldungen vom 10.08.2008

Monsanto will sein Hormon-Geschäft verkaufen

Kein Wachstum mehr

Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat angekündigt, dass er seine Produktion des Rinderwachstumshormons rBST verkaufen will. Seit 1993 hatte das Unternehmen sein gentechnisch hergestelltes Hormon unter dem Markennamen Posilac mit Erfolg an US-Milchbauern verkauft. Das Mittel wird den Tieren gespritzt und steigert die Milchproduktion deutlich.

Doch in den letzten zwei Jahren geriet es zunehmend unter Beschuss von Verbraucherorganisationen. Sie argumentierten mit dem Leid der gedopten Tiere, aber auch mit möglichen Gesundheitsrisiken. Immer mehr große Handelsketten wie Wal Mart und Molkereien verlangten aufgrund der Verbrauchernachfrage von ihren Milchlieferanten den Verzicht auf Wachstumshormone. Monsanto hatte daraufhin die Preise für Posilac gesenkt und erfolglos versucht, die Auslobung von Milch als ‚hormonfrei' verbieten zu lassen. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums sank der Anteil der gedopten Kühe von 22,3 Prozent 2002 auf 17 Prozent in 2007.

Monsanto erklärte, dass der geplante Verkauf nichts mit den Entscheidungen der Handelsketten zu tun habe und das Geschäft mit dem Wachstumshormon weiterhin gut laufe. Andrew Kimbrell, Geschäftsführer der Washingtoner Verbraucherorganisation Center of Food Safety sprach in der New York Times von einem großen Sieg der Verbraucher. "Monsanto hat die Zeichen der Zeit erkannt und aufgegeben." Bis ein Käufer für die Hormonproduktion gefunden ist, will Monsanto das Geschäft noch weiterführen. Nach Angaben des Unternehmens verkauft es Posilac in 20 Länder. In der EU ist der Einsatz nicht zugelassen.

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