Aktuelle Meldungen vom 25.09.2008
Energiesparlampen kritisiert
Ökotest weist viele Mängel nach
Energiesparlampen sparen viel weniger Energie, als die Hersteller behaupten. Das ist die These, die das Frankfurter Verbrauchermagazin Ökotest in seiner neuesten Ausgabe vertritt. Danach erzeugen Energiesparlampen ein schlechteres und ungesünderes Licht als Glühbirnen, verursachen Elektrosmog und gehen viel zu schnell kaputt.
Ökotest hatte 16 verschiedene warmweiße Energiesparlampen untersuchen lassen.
"Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und keine echte Alternative zu Glühbirnen." So schlicht lassen sich die verheerenden Ergebnisse der ÖKO-TEST-Untersuchung zusammenfassen. Selbst die Hersteller gäben hinter vorgehaltener Hand zu, dass es sich lediglich um eine Übergangstechnologie handele, schreibt das Magazin. Gerade in einer Zeit, wo Strom immer teurer werde, sattelten viele Verbraucher auf Energiesparlampen um - allerdings sei das tatsächliche Sparpotential deutlich geringer, als angenommen. Statt 80 Prozent gegenüber einer Glühlampe sparten die meisten untersuchten Modelle lediglich 50 bis 70 Prozent Energie. Unterm Strich spare das nicht mehr als 7,50 Euro im Jahr. Die Swiss Lights Classic 68 verbrauche sogar mehr Strom als die Glühbirne.
Besonders bedenklich sind die Ergebnisse für die Lichtqualität, so Ökotest. Die Lichtfarbe sei - anders als bei Glühbirnen - weit entfernt von natürlichem Licht. Zudem flackerten Energiesparlampen im bewusst nicht mehr wahrnehmbaren Bereich wie ein Blitzlichtgewitter. Experten machten solch schlechtes Licht soll zum Beispiel für Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein, neurologische Störungen bis hin zu Hormonproblemen verantwortlich.
Die Besten unter den Schlechten: Mit der Note "befriedigend" gingen die Testmarken von Attralux, Obi, General Electric, IDV, Osram und Real aus dem Rennen. Probleme hatten diese Produkte insbesondere mit der Lichtqualität. Zudem erzeugten sie Elektrosmog.
Besonders teuer und schlecht: Die Swiss Lights Classic 68 Energiesparlampe 10 W kostet sage und schreibe 9,45 Euro das Stück. In Sachen Helligkeit, Haltbarkeit und Energieeffizienz erzielte das Modell katastrophale Ergebnisse.
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