Ökologischer Landbau
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- Der Öko-Landbau ist mehr als Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Dünge- und Spritzmittel. Öko-Lebensmittel werden so produziert, daß Natur und Umwelt weitgehend geschont werden.
- Der sogenannte konventionelle Anbau trat seinen Siegeszug erst in diesem Jahrhundert an - und beschert uns die bekannten großen Probleme: Schadstoffe in Luft, Boden und Wasser; Rückstände von Pestiziden und Tierarzneimitteln in Lebensmitteln; Bodenerosion; Artensterben; eine starke Veränderung der traditionellen Kulturlandschaft.
- Der ökologische Landbau will seine gesunden Produkte nicht auf Kosten von Umwelt und Natur erzeugen. Öko-Landwirte arbeiten im Einklang mit der Natur. Möglichst geschlossene Betriebskreisläufe fördern natürliche Lebensprozesse. Pflanzenbau und Tierhaltung werden gekoppelt. Der Bauernhof wird als ein Organismus verstanden.
- Die natürlichen Arbeitsweisen des ökologischen Landbaus ermöglichen den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Spritzmittel. Erprobte und wiederentdeckte Verfahren werden hier eingesetzt und garantieren hochwertige Bio-Ernten.
- Kulturen werden entsprechend den Klima- und Bodenbedingungen des Standortes ausgewählt. Resistente Sorten werden bevorzugt, um so Pflanzenkrankheiten vorzubeugen. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch die Fruchtfolge, Gründüngung und organische Düngung zum Beispiel aus Stallmist gefördert. Auch ohne chemische Keule kann, falls erforderlich, gegen Krankheiten und Schädlinge vorgegangen werden: mechanisch zum Beispiel durch Abschütteln, biologisch durch Förderung und Einsatz von Nützlingen oder chemisch mit unbedenklichen Pflanzenschutzmitteln. Synthetische Mineraldünger und chemisch-synthetische Pestizide sind tabu. Auch die Vielfalt der Kulturarten verhindert die Ausbreitung monokultureller Schädlinge.
- In der Tierhaltung geht der Öko-Landbau ebenfalls andere Wege (siehe Fleisch). Regionale Tierrassen werden artgerecht gehalten, mit Auslauf und Weidegang. Die Anzahl der Nutztiere ist an die Betriebsfläche angepaßt. Vollwertige Fütterung, möglichst mit Futtermitteln aus dem eigenen oder anderen Biobetrieben, erhält die Tiere gesund. Tierarzneimittel wie Hormone und Antibiotika werden nicht als Futterzusatz verwendet. Eindeutig weniger Schadstoffe und gesundheitsschädigende Rückstände sowie der Verzicht auf Gentechnik zeichnen Bio-Erzeugnisse aus. Aber leider: In unserer verschmutzten Umwelt kann es keine Garantie auf absolut rückstands- und gentechnikfreie Produkte geben. Über Boden, Wasser und Luft können Schadstoffe und veränderte Gene leider auch auf Bio-Äcker gelangen.
