Algen
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Definition:
Seegemüse. Man unterscheidet verschiedene Arten: Grün-, Rot- und Braunalgen. In Seen und Bächen findet man Grünalgen, die bekanntesten sind Chlorella und Spirulina. Rot- und Braunalgen leben in marinen Gewässern.
Geschichte:
Algen sind Einzeller, die vor mehreren Milliarden Jahren Stickstoff in ein Sauerstoff-Gemisch verwandelten und so die Erd-Atmosphäre für das Leben schufen. In Küstenländern werden Algen immer schon gegessen. Die längste Tradition haben sie in Japan. Meeresalgen enthalten viele Mineralstoffe, Jod, Calcium und zum Teil auch Vitamin B12. Grüne Süßwasseralgen enthalten viel Chlorophyll und pflanzliches Eiweiß.
Verarbeitung:
Die Algen werden von der Wasseroberfläche oder auf dem Meeresboden geerntet, getrocknet und eventuell weiterverarbeitet.
Verwendung:
Je nach Algenart als Gemüse, in Suppen und Eintöpfen, als Bindemittel, zum Knabbern zwischendurch und als Nahrungsergänzungsmittel.
Konventionelle Produkte:
Algen pur gibt es nicht im Lebensmittelhandel. Man findet sie aber oft als Binde- oder Verdickungsmittel in Fertigsuppen, Puddings oder Kosmetik.
Biolologische Produkte:
Im Naturkosthandel gibt es verschiedene Algen. Zum Beispiel: Kombu, Hiziki, Wakame,Nori,Agar-Agar oder Arame.
Auf den Packungen weisen die Anbieter besonders auf den teilweise sehr hohen Jodgehalt hin. Der Grund: Eine übermäßige Zufuhr von Jod kann zu Störungen der Schilddrüsenfunktion führen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine durchschnittliche Tagesaufnahme von nicht mehr als 0,2 mg Jod. Wieviel Jod die Algensorte im Durchschnitt enthält, steht meist auf der Packung.
Bei Süßwasseralgen ist der Jodgehalt dagegen gering. Sie werden unter kontrolliert-biologischen-Bedingungen in klaren Gewässern gezüchtet, schonend getrocknet und nach einer Analytik des Endproduktes als Nahrungsergänzungsmittel (Pulver, Kapseln, Tabletten) verkauft.
