Bindemittel/Dickungsmittel

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Definition:

Sie binden Lebensmittel durch Gelbildung oder Verdickung. Sind wichtig bei der Verarbeitung von Fertignahrungsmitteln (Eis, Wurst, Pudding, Konfitüren etc.), aber auch im Privathaushalt zum Binden von Saucen, Suppen, Cremes oder Desserts. Deklarierung im gewerblichen Bereich mit dem Zusatz "Verdickungsmittel" ausreichend. Spezifizierung sinnvoll, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben, oft Angabe von E-Nummern. Tierischer oder pflanzlicher Ursprung.

Konventionelle Produkte:

Eine Vielzahl von Mitteln finden Verwendung, beliebt sind Gelatine aus Knochen und Tierhäuten sowie Pektine. Letztere stammen aus den Zellwänden von Pflanzen, häufig aus Äpfeln (E 440). Gelatine gilt als Lebensmittel und hat deshalb keine E-Nummer. Gebräuchlich sind außerdem: Agar - Agar (E 406), Alginsäure (E 400), Carrageen (E 407), Guarkernmehl (E 412), Gummi arabicum (E 414), Johannisbrotkernmehl (E 410), Kaliumalginat (E 402), chemisch modifizierte Stärke wie Monostärkephosphat (E 1410),Traganth (E 413), Xanthan (E 415).

Biologische Produkte:

Bevorzugung pflanzlicher Bindemittel wie Carrageene, Agar-Agar (aus Meeresalgen), Johannisbrotkernmehl (aus dem Samen des Johannisbrotbaums), Pektine (unverdauliche Stoffe aus Früchten), Reis- und Maisstärke. Soweit möglich aus kontrolliert-biologischem Anbau. Gelatine für Tortenguss oder Pudding stammt aus Bio-Schweineschwarten. Gebräuchlichstes Soßen-Bindemittel im Haushalt ist Vollkornmehl.

Tipp:

Je nach Bestimmung in süßen oder herzhaften Speisen und Zweck - sturzfähiger Pudding oder sämige Soße - eignen sich unterschiedliche Bindemittel. Auskunft dazu gibt Ihnen das Fachpersonal im Naturkostladen.

Hilfs- und Zusatzstoffe


Weblinks: