Citrusfrüchte
aus Naturkostwiki, der freien Wissensdatenbank
Zitronen, Orangen, Grapefruits, Mandarinen, Limetten
Definition:
Baumfrüchte aus Ländern mit mediteranem und subtropischem Klima. Botanisch zählen Zitrusfrüchte zu den immergrünen Rautengewächsen. Allen gemeinsam sind ätherische Öle in Früchten, Blüten und Blättern. Diese finden unter anderem Verwendung in der Kosmetikindustrie (Duftöle zur Parfümierung etc.)
Geschichte:
Zitrusfrüchte werden ganzjährig angeboten. In den Wintermonaten kommen sie aus dem Mittelmeerraum, in unseren Sommermonaten beispielsweise aus Afrika, Brasilien oder Kalifornien.
Konventionelle Früchte:
Wachsen in Monokulturen. Gegen Schädlinge und Beikräuter spritzen die Bauern zwischen 10 und 20 mal im Jahr Pestizide. Damit werden auch Nützlinge getötet, was beispielsweise die Nahrungsgrundlage für Vögel reduziert. Der Boden zwischen den Bäumen ist wegen fehlendem Bewuchs ungeschützt. Bodenerrosion und Wind tragen Humusschichten ab. Um die Früchte so früh wie möglich in den Handel zu bringen, ist die Ernte von unreifen Früchten üblich. Grüne Orangen, Grapefruits oder Mandarinen kommen in eine Reifekammer und werden mit Äthylengas behandelt. Die Früchte sehen danach von außen reif aus. Das Fruchtfleisch bleibt aber sauer, denn Zitrusfrüchte reifen prinzipiell nicht nach. Sie beenden den Reifeprozess sobald sie vom Baum genommen werden. Nach der Ernte werden die Früchte konserviert, um sie länger haltbar zu machen. Die Schale wird noch im Ursprungsland mit wasserunlöslichen Pilzgifte eingewachst und besprüht. In Deutschland sind verschiedene Konservierungsmittel erlaubt : E233 (Thiabendazol), E 230 (Biphenyl) sowie E 231 (Orthophenylpheonol). Die Konservierung ist kennzeichnungspflichtig.Achtung:
- Nach dem Schälen von behandelten Früchten die Hände besonders gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen.
- Die Auszeichnung “unbehandelt” bei Zitrusfrüchten im konventionellen Handel bedeutet nicht, daß man die Schale unbedenklich essen kann. Untersuchungen des Hamburger Hygiene-Instituts haben ergeben, dass 80 Prozent der untersuchten Zitronen pestizidbelastet waren – die mit unbehandelt gekennzeichneten Zitrusfrüchte ebenso wie die nicht ausgelobten.
Biologische Früchte:
Anwendungsverbot von Pestiziden und chemisch-synthetischen Düngern. Unkrautbekämpfung statt dessen mit Hacken oder Jäten. Schädlingsbekämpfung in erster Linie mit Nützlingen, z.B. mit Marienkäfern oder Schlupfwespen. Düngung mit organischem Dünger, zum Beispiel Mist. Die Früchte werden vollreif geerntet, sie kommen deshalb später in den Handel.
Verbot von Konservierungsmitteln. Das Obst wird nach der Ernte verlesen und nur mit Wasser gewaschen. Die unbehandelte Schale kann zum Kochen und Backen verwendet werden.Tip:
Vollreife, unkonservierte Zitrusfrüchte sind nur etwa zwei Wochen haltbar. Sie sollen möglichst kühl und dunkel gelagert werden.Weblinks
