Eier
aus Naturkostwiki, der freien Wissensdatenbank
Definition:
Wenn nicht anders deklariert, immer Hühnereier.
Konventionelle Produkte:
85 Prozent der Hühner leben immer noch in Käfigen, stehen auf Gitterstäben und haben nur 550 Quadratzentimeter Platz - weniger als eine Din-A-4-Seite. Sie sehen nie die Sonne, können sich kaum bewegen, leiden an Knochenerweichungen und Verhaltensstörungen. Damit sie sich nicht gegenseitig die Federn ausreißen, wurden ihnen schon als Küken die Schnäbel verstümmelt. Damit in den vollgestopften Ställen keine Krankheiten ausbrechen, erhalten die Tiere Medikamente mit dem Futter. Das besteht zum Beispiel aus billigem Gen-Soja oder aufbereiteten Fetten. Konventionelle Eier enthalten synthetische Farbstoffe wie Canthaxantin, die das Dotter gelb färben, gelegentlich auch Medikamentenrückstände.
Biologische Produkte:
Auf der Speisekarte der Bio-Hennen stehen Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten und etwas Grünfutter. Die Hälfte davon muss vom eigenen Hof kommen. Hinzu kommen eiweißreiche Öko-Zutaten. Die Legehennen bekommen 100 Prozent Öko-Futter bekommen. Vorbeugend Medikamente ins Futter zu geben ist Bio-Bauern verboten, nur die gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen sind zulässig. Kranke Bio-Hennen erhalten vorrangig pflanzliche und homöopathische Arzneimittel. Das Öko-Futter macht die Hälfte der Produktionskosten aus. Hinzu kommen der höhere Haltungsaufwand und der Nachkauf der Legehennen - inzwischen fast alle aus Öko-Aufzucht. Auch dürfen in Bio-Ställen höchstens 3.000 Hennen leben. Deshalb kosten Bio-Eier mehr als doppelt so viel wie Billig-Käfig-Eier.
Besonders hohe Produktionskosten haben Bio-Bauern, wenn sie deutschen Anbauverbänden wie Bioland, Naturland oder Demeter angehören. Deren Kriterien gehen noch über die Standards der EU-Öko-Verordnung hinaus. Die Bauern müssen mehr Land nachweisen, auf denen sie Futter erzeugen und Mist ausbringen können, ohne zu überdüngen. Pro Hektar dürfen sie nur 140 statt 230 Legehennen halten. Öko-Futter muss vorrangig von anderen Verbandsbetrieben bezogen werden. Dazu kommen detaillierte Regeln für den Stallbau. So schreibt Bioland eine Mindestfläche Fenster vor und einen überdachten Auslauf, damit die Hennen auch winters an die frische Luft kommen.
Tip:
www.was-steht-auf-dem-ei.de: 0 steht für Eier von Bio-Hennen, 1 für konventionelle Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung im Stall und 3 für Käfighühner. Die beiden folgenden Buchstaben stehen für das Erzeugerland (DE = Deutschland) Die siebenstellige Nummer gibt den Erzeugerbetrieb an. Auch auf dem Eierkarton steht die Haltungsform. Zieht man vom Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage ab, erhält man das Legedatum.
Fleisch, Wurstwaren, Eier
