Reis

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Definition:

Glutenfreies Spelzgetreide, es gibt etwa 8000 verschiedene Sorten. Die Sumpfpflanze gedeiht am besten in tropischen Klimazonen. An Sorten werden unterschieden:
  • Langkornreis (z.B. Basmati und Patna).
  • Rundkornreis (Milchreis).
  • Mittelkornreis.
  • Roter Naturreis (Spezialität, selten. Bisher nur aus biologischem Anbau).
Wildreis gehört nicht zur Reisfamilie. Reis besteht zu 70 Prozent aus Stärke, etwa einem Prozent Fett, etwa acht Prozent Eiweiß. Er ist reich an essentiellen Aminosäuren sowie Phosphor, Calcium, Magnesium und Eisen. Vollkornreis enthält außerdem viele Vitamine - weißem geschältem Reis mangelt es besonders an diesen wichtigen Nährstoffen.

Geschichte:

Reis gehört zu den wichtigsten Getreidearten der Welt. Er ist für bevölkerungsreiche Länder wie China, Indien, Indonesien oder Pakistan das Grundnahrungsmittel. Der Reisanbau läßt sich in China bis 3500 vor Christus belegen. Aus dem asiatischen Raum brachten die Mauren den Reis etwa 1000 nach Christus nach Europa. Die Po-Ebene in Italien und die Carmargue in Frankreich sind hier bevorzugte Reisanbaugebiete. Auch in Afrika und den USA gibt es den Reisanbau. Der Löwenanteil der weltweiten Reisernte kommt nach wie vor aus Asien - dort werden rund 90 Prozent der Weltproduktion erzeugt. Im Gegensatz zu Weizen kommt der überwiegende Teil des Reisanbaus der menschlichen Ernährung direkt zu gute.

Anbau:

Für die verschiedenen Sorten gibt es unterschiedliche Anbaumethoden. Man unterscheidet von der Kultivierung den Sumpf- oder Wasserreis, der feuchte und überschwemmte Äcker braucht. Und den ertragsärmeren aber besonders schmackhaften Berg-, Land- oder Trockenreis, dem weniger feuchte Böden genügen. Reis ist sehr ertragreich: Die Pflanze bildet bis zu 30 Seitentriebe aus, die je mit 80 bis 100 Körnern bestückt sind. Aus einem Saatkorn können so bis zu 3000 Körner reifen.

Verarbeitung:

Das Spelzgetreide muß von der nichteßbaren Schale befreit werden. Naturreis enthält wertvolle Bestandteile wie Silberhäutchen, Aleuronschicht und Keimling. Rund 98 Prozent des Naturreises werden zu weißem Reis weiterverarbeitet. Beim Polieren/Schleifen werden Keimling und Randschichten entfernt. Dem weißen Korn fehlen wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße - es kann bei Dauerernährung zu Mangelerkrankungen führen. Auch Parboiled Reis hat eine weitere Verarbeitungsstufe hinter sich: Nach dem Entspelzen wird der Reis eingeweicht, unter Dampf erhitzt und wieder getrocknet. Bei diesem Vorgang verziehen sich viele Nährstoffe ins Korninnere. So gehen bei dem anschließenden Poliervorgang nicht alle Vitamine und Mineralstoffe verloren. Er ist ist aus ernährungsphysiologischer Sicht besser als der rein weiße polierte Reis, aber immer noch deutlich minderwertiger als der braune Naturreis.

Konventionelle Produkte:

Stammen aus konventionellem Anbau mit hohem Pestizid- und Mineraldüngereinsatz. Überwiegend weißer Reis, aber auch brauner Naturreis im Angebot. Roten Reis gibt es im konventionellen Angebot bislang überhaupt nicht.

Biologische Produkte:

Stammen aus kontrolliert-biologischem Anbau.

Tip:

Reis ist besonders natriumarm und entwickelt deshalb im Organismus entwässernde Eigenschaften. Er eignet sich als Diätetikum bei Bluthochdruck und Übergewicht. Er ist als glutenfreies Getreide auch für Zöliakie und Spruekranke geeignet.



Getreide:

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