Immer mehr Verbraucher vermissen im Kühlregal die Frischmilch. Sie wurde vor allem von Discountern heimlich aus dem Angebot genommen. Die Verbraucherzentralen Hamburg, Berlin, Bremen, Hessen und Niedersachsen starten jetzt zusammen mit Slow Food die Kundenaktion „Rettet die Frischmilch“. Konsumenten, die Frischmilch lieben, können mit einem kräftig farbigen Klebezettel mit der Aufschrift „Wo ist die Frischmilch?“ [...]
Bis Mitte April versuchen gentechnik-kritische Organisationen Bundesagrarministerin Ilse Aigner zu einem Verbot des Gen-Maises MON 810 zu bewegen. Mehr als 40.000 Menschen haben allein über die E-Mail-Aktion von Campact die Ministerin aufgefordert, mit diesem Verbot den kommerziellen Anbau von Gentechnik auf den Äckern zu verhindern. Aktivisten von Campact und anderen Organisationen haben eine Verfolgungstour gestartet [...]
Der in Berlin vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vorgestellte Gentechnik-Schadensbericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen [...]
Mit bunten Verpackungen, Spielbeigaben und Wettbewerben ködern die Nahrungsmittelhersteller kleine Kunden. Eine Erhebung der hessischen Verbraucherzentrale hat Kinderlebensmittel jetzt kritisch unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist miserabel.
Im Jahr des Gorillas hat die Artenschutzorganisation Pro Wildlife ein Handy- Recyclingprogramm gestartet, das dem Schutz von Gorillas gleich doppelt zugute kommt: Zum einen setzt Pro Wildlife den Erlös für den Schutz von Gorillas ein. Zum anderen werden noch funktionsfähige Handys wiederverwendet, wodurch weniger Coltan abgebaut werden muss.
Nachdem Frankfurter Wissenschaftler bekannt gegeben haben, dass in PET-Kunststoffflaschen gefüllte und in deutschen Supermärkten gekaufte Mineralwässer hormonell wirksame Schadstoffe enthalten, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Verbot des Einsatzes dieser Chemikalien in Lebensmittelverpackungen gefordert.
Die EU-Kommission hat die Einfuhr von gentechnisch verändertem T45-Raps und dessen Verarbeitung zu Lebens- und Futtermitteln genehmigt. Der von Bayer CropScience entwickelte herbizidresistente T45-Raps ist gegen das Bayer-eigene Herbizid Liberty mit dem Wirkstoff Glufosinat resistent.
Die Zeit drängt: Im April soll die Aussaat von Gen-Mais beginnen. Landwirtschaftsministerin Aigner kann dies mit einem Verbot noch stoppen. Nun muss sie sofort handeln. Und dazu kann jedermann sie auffordern.
Gegen den Versuch der Energiekonzerne, die Kosten für die Bergung des Atommülls im Salzstock Asse II auf den Steuerzahler abzuwälzen, haben zwölf Greenpeace-Aktivisten vor der Berliner Vertretung des Energiekonzerns EnBW protestiert. Sie haben eine LKW-Ladung Pferdemist gespickt mit gelben Atommüllfässern vor dem Gebäude in der Friedrichstraße abgeladen.
Die ersten Schnee- und Maiglöckchen sprießen. Ganz gleich ob am Teich, im Park oder im Gartenbeet – überall krabbelt und summt, rankt und blüht es. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit Lupe und Notizblock bewaffnet in die Natur auszuschwärmen.
2,7 Prozent der aus Deutschland stammenden Obst- und Gemüseproben überschritten 2007 die gesetzlichen Höchstgehalte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Bei Waren aus anderen EU-Mitgliedstaaten waren dies fünf Prozent, bei Obst- und Gemüseproben aus Nicht-EU-Ländern 9,5 Prozent.
Am 1. Dezember 2008 wurden in Deutschland in Betrieben mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen 31,7 Millionen Legehennen gehalten. Insgesamt verfügten die Betriebe über eine Kapazität von rund 40,0 Millionen Haltungsplätzen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entfielen 24,8 Millionen Hennenhaltungsplätze (62,1%) auf die Käfighaltung (einschließlich Kleingruppenhaltung), 8,6 Millionen (21,7%) auf die Bodenhaltung, 4,5 Millionen (11,1%) auf die Freilandhaltung und 2,0 Millionen (5,1%) auf die ökologische Erzeugung.
Österreich und Ungarn dürfen auch künftig den Anbau von Genmais verbieten. Das entschieden die EU-Umweltminister mit der nötigen Zweidrittelmehrheit. Damit ist die EU-Kommission zum dritten Mal mit dem Versuch gescheitert, die Anbauverbote zu kippen. Deutschland hatte zugunsten von Österreich und Ungarn gestimmt und damit den Ausschlag gegeben.
Das Umweltinstitut München hat dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mehr als 57.000 Einwendungen gegen ein geplantes Experiment mit Pharma-Kartoffeln übergeben. Die Universität Rostock will die genmanipulierten Pflanzen von 2009 bis 2012 in Üplingen (Sachsen-Anhalt) und Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) anbauen.