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Rettet die Frischmilch

200924Mrz

Immer mehr Verbraucher vermissen im Kühlregal die Frischmilch. Sie wurde vor allem von Discountern heimlich aus dem Angebot genommen. Die Verbraucherzentralen Hamburg, Berlin, Bremen, Hessen und Niedersachsen starten jetzt zusammen mit Slow Food die Kundenaktion „Rettet die Frischmilch“.

Konsumenten, die Frischmilch lieben, können mit einem kräftig farbigen Klebezettel mit der Aufschrift „Wo ist die Frischmilch?“ an der Pinnwand ihres Supermarktes deutlich machen, dass ihnen dieses Lebensmittel fehlt. Damit wehren sich die Kunden gegen die Angebotspolitik des Handels.

Zwar gibt es eine neue Selbstverpflichtung der Anbieter, dass Frischmilch zukünftig mit dem Hinweis „traditionell hergestellt“ und ESL (Extended Shelf Life)-Milch mit dem Hinweis „länger haltbar“ verkauft werden soll. Doch bis zu 24 Tage haltbare Milch darf weiter „Frischmilch“ heißen. „Was länger haltbar gemacht wurde, kann nicht mehr frisch sein“, kritisiert Hedi Grunewald von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die Verbraucherzentralen stellten erneut fest, dass es weniger Frischmilch in den Kühlregalen gibt und die Selbstverpflichtung noch nicht umgesetzt wurde. Bei einer Stichprobe in Hannover, Oldenburg und Stade konnte lediglich bei einer Biomilch der Aufdruck „länger haltbar“ entdeckt werden. Darüber hinaus wurden ergänzende Hinweise an Regalen gefunden wie z. B. „garantiert traditionell hergestellt“ oder auf einer Packung in Klammern gesetzt „nicht hocherhitzt“. Die Milchkennzeichnung bleibt also weiterhin unzureichend. Die Hersteller und der Handel werden deshalb aufgefordert, das Herstellungsverfahren klar anzugeben und natürlich weiter Frischmilch anzubieten. Den Kunden empfehlen die Verbraucherzentralen, diese Veränderung nicht hinzunehmen und sich zu wehren.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Dienstag, 24. März 2009 um 17:42 Uhr veröffentlicht und unter Ernährung & Naturkost gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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6 Kommentare

2. April 2009 um 07:55 Uhr
Regina Rode sagt:

Rettet die Frischmilch
Diese Aktion kann man fördern, Kunden mit Aufklebern oder
Prospekten an der Kasse oder Milchregal!

Frisch-Milch mit 10 oder 20 Cent Aufpreis anbieten, die für die
Erhaltung dieser Milch gegebene Spende wäre ein Versuch wert.

Milch ist eben nicht gleich Milch – Das könnte man in Schulen
auch als Plakate anbringen oder dort die Frischmilch anbieten.

Freundliche Grüße
Regina Rode

2. April 2009 um 07:55 Uhr
Regina Rode sagt:

Was ist mit Webseite gemeint?

8. April 2009 um 18:38 Uhr
Gerd Lummerzheim sagt:

Den wirklichen Vorteil haben die Discounter, denn wenn ich dort die Milch kaufe, steht nach zwei Wochen immer noch die Milch mit dem Haltbarkeitsdatum von vor zwei Wochen, ist also schon zwei Wochen alt!
Also kauft man zumeist alte Milch!!!

17. Mai 2009 um 22:37 Uhr
oknel sagt:

der frischmilchfinder für diejenigen , die noch richtige milch wollen :)

http://frischmilch.noetigenfalls.de/

20. Juli 2009 um 17:37 Uhr
Daniel Drungels sagt:

Nach dem vermeintlichen Skandal um Pressfleischgarnelenschwänze, ist der Verbraucherzentrale Bundesverband einem neuen “Aufreger” auf der Spur. Warum das einfach nur lächerlich ist, lesen Sie hier.

25. Juli 2011 um 06:45 Uhr
Hellmiss sagt:

Ich habe ein Glas ESL-Mich wiederholt bei ca.23°C im Raum stehen lassen; die Milch bekam nicht, wie meist früher, einen “Sauerstich” und wurde dann fest (“Dichmilch”, sehr lecker!) – sie “verdarb” einfach, indem der Geschmack von Tag zu Tag immer mehr verfremdete und schließlich sehr unangenehm wurde und die Milch ungenießbar machte. Früher habe ich auf diese Weise meinen eigenen “Ricotta” hergestellt, indem ich die Milch mit Sauerstich langsam erhitzte, bis sie geronn. Das geht jetzt nicht mehr; offenbar ist die ESL-Milch biologisch “tot” – auch für den Menschen?
Ich will meine frühere Frischmilch wiederhaben!!!

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