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Marken-Molkereien verkaufen Genmilch

200925Apr

Nach neuen Greenpeace-Analysen von Futtermittelproben lassen drei namhafte Molkereien weiterhin gentechnisch veränderte Soja aus Südamerika an Milchkühe verfüttern. Die Umweltschützer ließen Proben von Höfen untersuchen, die ihre Milch an die so genannten Qualitätsmarken “Weihenstephan”, “Bärenmarke” und “Allgäuland” liefern.

Zwar hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau von Genmais in Deutschland verboten. Doch Millionen Tonnen Genpflanzen werden als Futtermittel nach Deutschland importiert. Der Hersteller von “Landliebe” zeigt, dass es auch anders geht: Seine Milchlieferanten verfüttern keine Genpflanzen.

“Vor allem namhafte Molkereien verspielen ihre Glaubwürdigkeit. Sie sollten Verbraucher nicht mit Werbemillionen Alpenidylle vortäuschen, sondern auf Qualität ohne Gentechnik setzen”, fordert Greenpeace Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting. “Mit dem Anbauverbot von Genmais hat die Politik schon ein Problem für die Molkereien gelöst. Jetzt müssen auch Unternehmer handeln und die Fütterung von Genpflanzen einstellen.”

Alle vier getesteten Milchmarken werben mit regionaler oder naturnaher Milchproduktion. Greenpeace hat das Kraftfutter von vier landwirtschaftlichen Betrieben je Molkerei analysieren lassen. Jeweils drei von vier Lieferanten von “Weihenstephan”, “Bärenmarke” und “Allgäuland” füttern gentechnisch verändertes Sojaschrot. Alle getesteten Lieferanten für die Marke “Landliebe” verzichten dagegen auf importiertes Sojaschrot und Genpflanzen.

Die Genmanipulation von Pflanzen ist eine Risikotechnologie. Bei der Züchtung werden Artgrenzen überschritten. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit Nebenwirkungen entstehen. Patentierte Gensoja vergrößert die Abhängigkeit der Bauern von Agrar-Konzernen. Zudem wird Gensoja stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Die giftigen Mittel gefährden Anwohner, verunreinigen Trinkwasser und bedrohen die Pflanzenvielfalt. Die Molkereien tragen durch die Duldung von Genfutter bei ihren Lieferanten zur Verbreitung der Risikosaat in Südamerika bei. Zudem bedroht der Anbau in Südamerika die letzten Urwälder. Riesige Flächen wurden gerodet, um Platz für die Sojabohne zu schaffen.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Samstag, 25. April 2009 um 23:05 Uhr veröffentlicht und unter Gentechnik gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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