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Gentechnik in Senf und Nuss-Nougat-Cremes

200930Mai

Eine aktuelle Untersuchung in der Juni-Ausgabe von Ökotest zeigt, dass zunehmend mehr Lebensmittel mit verändertem Genmaterial verunreinigt sind. Fündig wurden die Labore in zwei Nuss-Nougat-Cremes und fünf Senfmarken. Bei einer Ökotest-Untersuchung im Januar dieses Jahres war fast die Hälfte aller Honige belastet. Auch mehr als 50 Prozent der getesteten Sojaprodukte war schon vor gut einem Jahr Gen-positiv. In weiteren Tests wurden gentechnisch veränderte Bestandteile in Diätprodukten, Babynahrung und Maischips gefunden. Verbraucher müssen mittlerweile immer damit rechnen, dass Gentechnik im Einkaufswagen landet, selbst wenn auf dem Etikett nichts davon steht.

Die Mehrzahl der Verbraucher und Hersteller möchte keine Gentechnik auf dem Teller. Doch die gentechnisch veränderten Organismen (GVO) breiten sich unkontrolliert aus. Denn auf dem langen Weg von der Saat bis zum Verbraucher kommt es an zahllosen Stellen zu Verunreinigungen. Beispiel Senf: Raps und Senf sind botanisch eng verwandt, so dass sie sich nach Herzenslust kreuzen und vermischen. Eine gentechnisch veränderte Rapspflanze, die – ungewollt – in einem Senffeld wächst, ist kaum zu erkennen. Über diesen Umweg kann dann plötzlich Gentechnik in den Senf geraten.

„Ein Nebeneinander von Gen-Technik und konventioneller Landwirtschaft ist nicht mehr möglich. Einmal angebaut ist die Ausbreitung des künstlich veränderten Genmaterials nicht mehr zu stoppen“, warnt Jürgen Stellpflug, Chefredakteur von Ökotest. „Das geht nicht nur zu Lasten des Konsumenten, auch Hersteller haben darunter zu leiden.“ Diese müssen teure Kontrollen in Auftrag geben, können aber trotzdem nie ganz ausschließen, dass Spuren von Genmaterial die Lebensmittel verunreinigen. Auch regelmäßige Kontrollen helfen kaum, denn innerhalb einer Ladung Rohstoffe können sich die veränderten Gen-Bestandteile an bestimmten Punkten konzentrieren und werden unter Umständen nicht entdeckt.

Dazu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor für den Verbraucher: Obwohl Hersteller eigentlich Gentechnik deklarieren müssten, bietet das Gesetz zahlreiche Schlupflöcher. So gilt die Regelung nicht für zufällige, technisch unvermeidbare Beimischungen, wenn diese den Schwellenwert von 0,9 Prozent für die einzelne Zutat nicht überschreiten und regelmäßig auf Gentechnik kontrolliert wird. Auch Enzyme, Vitamine und Zusatzstoffe werden oft mithilfe der Gen-Technik hergestellt.

Die aktuelle Ausgabe von Ökotest ist jetzt im Handel.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Samstag, 30. Mai 2009 um 09:11 Uhr veröffentlicht und unter Gentechnik gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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1 Kommentar

1. Juni 2009 um 12:43 Uhr
Naturkost sagt:

[...] Informationen: Zwergenaufstand im Ökoland Gentechnik in Senf und Nuss-Nougat-Cremes Jetzt [...]

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