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Monsanto will wieder Weizen manipulieren

200921Jul

Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat angekündigt, dass er sich wieder mit gentechnisch verändertem Weizen befassen will. 2004 hatte der Konzern seine damaligen Genweizen-Forschungen eingestellt. Jetzt hat er sich mit der Firma WestBred das nötige Knowhow  in Sachen Weizen-Erbgut eingekauft.

In seiner Mitteilung schreibt der Konzern, er wolle die bei anderen Gen-Pflanzen übliche RoundUp-Resistenz nicht in Weizen einbauen. Ziel sei es, Weizen zu entwickeln, der widerstandsfähig gegen Trockenheit sei, Stickstoff gut ausnützen könne und höhere Erträge liefere. Den Kaufpreis von 45 Millionen US-Dollar sieht Monsanto als langfristige Investition. Man erwarte, dass dieser Geschäftszweig erst Mitte bis Ende der nächsten Dekade Gewinn bringe.

Im Mai 2004 hatte Monsanto seine Entwicklungsarbeiten mit Genweizen eingestellt. Der Konzern begründete dies damals damit, dass die geschäftlichen Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Genpflanzen weniger attraktiv seien. Voraus gegangen waren der Entscheidung  massive Proteste von Bauern-, Verbraucher- und Umweltorganisationen, vor allem in Kanada und den USA.

An diesem Widerstand hat sich nichts geändert. Anfang Juni hatten Bauernverbände, Umwelt- und Verbrauchergruppen aus Australien, Kanada und den USA ein gemeinsames Statement gegen Genweizen veröffentlicht. Laut einer Umfrage des kanadischen Weizen Board unter 1.300 Farmern sprachen sich nur neun Prozent für den Anbau von Genweizen aus, 19 Prozent waren strikt dagegen. Die große Mehrheit lehnte Genweizen ab, weil es weltweit keine Nachfrage dafür gebe.

An Genweizen geforscht wurde in den letzten Jahren auch ohne Monsanto –in Deutschland und in der Schweiz. Dort starteten erstmals 2004 Anbauversuche mit einem genmanipulierten pilzresistenten Weizen. Der Anbau im sachsen-anhaltinischen Gatersleben wurde im vergangenen Jahr durch Feldbefreier öffentlich zerstört. Sie stehen jetzt vor Gericht. Ihnen drohen 100.000 Euro Schadensersatz.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Dienstag, 21. Juli 2009 um 08:36 Uhr veröffentlicht und unter Gentechnik gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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