Bio-Milch enthält mehr essentielle Fettsäuren

28 Aug

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Autor: Manfred Loosen - Kategorie: Ernährung & Naturkost

Der Milchpreis sinkt und sinkt, doch das geht – derzeit wenigstens – noch nicht auf Kosten der Qualität. Das Frankfurter Verbrauchermagazin Ökotest hat in der aktuellen Ausgabe geprüft, ob es sich lohnt, teure Bio- und Markenmilch zu kaufen oder ob günstigere Produkte mithalten können. Ebenso wollte Ökotest wissen, ob sich die länger haltbare ESL-Milch qualitativ von der klassisch pasteurisierten Frischmilch unterscheidet. Chefredakteur Jürgen Stellpflug fasst das Ergebnis zusammen: „Bei der Qualität konnten nahezu alle der von uns untersuchten Marken punkten. Wir haben allerdings festgestellt, dass Bio-Milch die meisten gesunden Omega-3-Fettsäuren enthält.“ Ein Viertel der 32 Milchproben weist einen niedrigen Gehalt dieser essentiellen Fettsäuren auf. Das deutet darauf hin, dass die Kühe hier nur Mais und Kraftfutter zu fressen bekommen haben. Bio-Bauern schicken ihre Kühe dagegen auf die Wiese – für die Milch ist das weitaus besser.

Schadstoffe sind bei Milch derzeit erfreulicherweise kein Thema. Allerdings ergab die sensorische Prüfung, dass sich Weißglasflaschen nicht als Verpackung eignen. Denn hier bildet sich ein so genannter Lichtgeschmack. Dieser entsteht, wenn sich durch das Licht Fettbestandteile verändern. Ebenso wird durch das Licht das wichtige Vitamin B2 zerstört.

Der Test deckte auch eine für Landliebe und Hamfelder besonders peinliche Überraschung auf: Die als Frischmilch etikettierte Landliebe frische Landmilch und die Hamfelder Frische Vollmilch waren in Wirklichkeit ESL-Milch.

Die aktuelle Ausgabe vom Ökotest-Magazin September 2009 gibt es ab jetzt im Zeitschriftenhandel.

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Kommentare

Sie finden hier 1 Kommentar zu “Bio-Milch enthält mehr essentielle Fettsäuren”

  1. marcus hollmann meinte am 20. Februar 2010 - 21:43 Uhr

    Dies ist so nicht richtig. Kuehe, die einen Grossteil ihrer Nahrung als Weidegrass erhalten (”Bio-Kuehe”), geben weniger Milch als ihre Artgenossen, die hauptsaechlich mit Mais und Kraftfutter gefuettert werden. Ebenso ist der Fettgehalt der Milch von graesenden Kuehen geringer, so dass zwar essentiale Fettsaeuren anteilig an den gesamten Fettsaeuren steigen. Insgesamt aber produzieren “Bio-Kuehe” weniger essentiale Fettsaeuren als ihre zugefuetterten Artgenossen.

    Insgesamt werden mehr “Bio-Kuehe” benoetigt um dieselbe Menge an essentialen Fettsaeuren zu produzieren. Mehr Kuehe = weniger Nachhaltigkeit.

    ID 425

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